Alle die Du bist (2024)

Zwischenbilanz, Neujustierung oder Ende einer bewegten Beziehung? Oszillierend zwischen verspielter Leichtigkeit und tiefgehender Zerrüttung, zwischen emotionaler Unsicherheit und psychischer Krankheit zettelt Michael Fetter Nathansky zusammen mit Aenne Schwarz und Carlo Ljubek ein aufregendes Spiel mit Wahrnehmung und Täuschung an.

Im letzten Sommer (2023)

Die Liebesgeschichte zwischen einer Rechtsanwältin und ihrem Stiefsohn reißt die Fassade einer bürgerlichen Idylle ein. Mit zärtlicher Schaulust analysiert Catherine Breillat die Verwirrung der Gefühle zwischen den Generationen. Ihr mit Léa Drucker feinsinnig besetztes Remake des dänischen Films »Königin« mit Trine Dyrholm folgt dem Original verblüffend genau, weicht aber zwischen den Zeilen beherzt von ihm ab.

Grand Budapest Hotel (2014)

Wie gewohnt skurril und mit enormem Staraufgebot erzählt Wes Anderson von der exzentrischen Welt eines Kurhotels zwischen den Weltkriegen. Sein Blick in die Geschichte spart dabei auch finstere Aspekte nicht aus.
Sieht ganz knuffig aus, so mit der Knete – ist aber kein Kinderfilm. Adam Elliot geht in »Memoiren einer Schnecke« dahin, wo es wehtut. Damit steht er in die dunkle Seite des Anima

Buch und Buchpremiere: Der DEFA-Regisseur Rolf Losansky

Buchvorstellung im Zeughauskino, Berlin, am Freitag, den 18.7. um 19 Uhr. Anschließend läuft Losanskys Komödie »Hut ab, wenn Du küsst!« (1971), die im Rahmen der diesjährigen Berlinale-Retrospektive zum deutschen Genrefilm der siebziger Jahre einem größeren Publikum bekannt wurde.

Die Schlümpfe – Der große Kinofilm

Der mittlerweile fünfte Animationsfilm um die blauen Wesen mit ihren weißen Zipfelmützen, 1958 von dem belgischen Zeichner Peyrou erdacht, zeigt sie erneut auf einer Mission in die Außenwelt, wo sie verhindern müssen, dass ihr Erzfeind, der böse Magier Gargamel (verstärkt von seinem Bruder Razamel) die Weltherrschaft an sich reißt. Mit dem No Name Schlumpf als interessantem Protagonisten balanciert der Film zwischen Figurencharakterisierung und Actionszenen, weiß aber nicht so recht, ob sein Humor eher für Kinder oder für Erwachsene geeignet ist.

DVD-Tipp: »Colorado Saga« (1978-1979)

Menschen am Fluss: Das zwölfteilige Westernepos »Colorado Saga« verschmilzt Unterhaltung und Kritik.

Das selbstverliebte Kino

Es gibt aktuell nicht viele Texte, die auf hohem theoretischem Niveau ­grundsätzliche Thesen wagen. Und noch weniger, die das Premium-­Autorenkino ­kritisch angehen. Georg Seeßlen über den spannenden Essay »Objektverlust« des Filmhistorikers und -kurators Lars Henrik Gass.

DVD-Tipp: »Scanners« (1981)

Wenn der Kopf explodiert: David Cronenbergs »Scanners« in einer schönen Blu-ray-Edition mit zahlreichen Extras.

42. Filmfest München

Entdeckungen im Internationalen Programm: vier Filme, die einen deutschen Verleih verdient hätten.

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