Wenn das Licht zerbricht

Trauer ist das Thema, und selten hat es ein Film so durchdacht und subtil, so wohlkomponiert und lyrisch umgesetzt wie der vierte Film des Isländers Rúnar Rúnarsson.

Volveréis – Ein fast klassischer Liebesfilm

Aus der Formel »Feiert nicht Hochzeiten, sondern Trennungen« entwickelt Jonás Trueba eine trotz dialogischer Längen funktionierende Geschichte mit komödiantischen Effekten und emotionalen Akzenten.

Transamazonia

Pia Marais' Postkolonialwestern über eine junge Wunderheilerin im brasilianischen Regenwald ist atmosphärisch faszinierend, aber thematisch überfrachtet.

Tanz der Titanen

Während eines Gipfeltreffens der G7-Staaten sehen sich die Politiker in der Umgebung eines deutschen Schlosses plötzlich alleingelassen und mit mysteriösen Geschehnissen konfrontiert. Der neue Film von Guy Maddin vermag den Zuschauer auf heilsame Weise zu irritieren.

Sieben Tage

In eindrücklichen Bildern erzählt dieses berührende Familiendrama von einer Frau, die für den Kampf für Menschen- und Frauenrechte ein iranisches Gefängnis dem sicheren Exil in Deutschland mit ihren Kindern vorzieht.

Oslo Stories: Sehnsucht

Ein Schornsteinfeger wird von einem Traum verfolgt, in dem David Bowie ihn wie eine Frau anschaut, sein Kollege und Freund hatte erstmals Sex mit einem Mann. Mit zärtlichem Blick und tragikomischem Ton arbeitet sich Dag Johan Haugerud am Begriff der (sexuellen) Freiheit in unseren von Konventionen orchestrierten Gesellschaften ab.

Oslo Stories: Träume

Der Mittelteil der »Oslo Stories«-Trilogie erzählt in radikaler Subjektivität von der Liebe einer 16-Jährigen zu ihrer Lehrerin. Die Aufzeichnungen des Mädchens sind gleichzeitig filmische Erzählform und Stein des Anstoßes. Dass auch große Gefühle in kleinen Alltagen stattfinden müssen, begreift Regisseur Haugerud als Chance, um uns glückende Kommunikation zu zeigen.

Nachmittage der Einsamkeit

Albert Serras erster Dokumentarfilm geht mit einigen namenlosen Stieren und einem berühmten Torero fast immersiv in die Arenen diskursiv scharf umkämpften Terrains.

Muxmäuschenstillˣ

Jan Henrik Stahlbergs Film überwältigt das Publikum mit einem wilden Stilmix, um die missionarische Mission eines Mannes im Kampf gegen den Neoliberalismus zu bebildern. Das gestaltet sich mal mit effektvoll inszenierter Komik, mal mit zäher thesenhafter Rhetorik.

Monsieur Aznavour

Ohne rechte Ecken und Kanten erzählt das Regieduo Mehdi Idir und Grand Corps Malade das märchenhafte Leben des Chansonniers Charles Aznavour nach. Hübsch anzusehen, dabei wohlwollend erzählt und konventionell inszeniert.

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