Gerhard Midding

Als Geste der Höflichkeit war es vielleicht etwas übertrieben, als Indiz ihrer Freundlichkeit jedoch erschien es mir glaubhaft: Gleich mehrmals, sofort, zwischendrin und zum Abschied,  bedankten sich die Brüder Dardenne für das kleine Mitbringsel, das ich ihnen bei unserem Interview in der letzten Woche gab.

Baden Baden

Eine junge, von Salomé Richard umwerfend verkörperte Frau treibt einen Sommer lang durch Straßburg. Rachel Langs radikales, ebenso poetisches wie politisches Spielfilmdebüt »Baden Baden« zeichnet ein präzises Bild unserer Gegenwart, in der die Unangepassten, die Suchenden und die nicht nur am Erfolg Interessieren kaum mehr einen Platz finden, und bekennt sich zugleich nachdrücklich zu einer anderen Welt

Rogue One: A Star Wars Story

Gareth Edwards (»Godzilla«) orientiert sich in seinem Star-Wars-Spinoff »Rogue One« an der Mechanik von Kriegsfilmen. Da kommt die Charakterzeichnung mitunter zu kurz – und Laserschwertgefuchtel fehlt ganz
Gerhard Midding

Meine erste Reaktion war ein heftiger Abwehrreflex. Als ich am Montagmorgen beim Blick in die Internet Movie Database mit angeblich neuen und skandalträchtigen Enthüllungen über die Dreharbeiten zu »Der letzte Tango in Paris« konfrontiert wurde, verdross mich das Lauffeuer der Empörung, dass sich an Nachrichten entzündete, die nicht einmal 140 Zeichen umfassen.

Die Angelsachsen nennen es Impersonation: wenn man einen Menschen mit seinem Tonfall und seinen Manierismen imitiert. Schauspieler müssen das nicht können.
Gerhard Midding

Das Kino hat sich bisher viel zu wenig für James Lee Burke interessiert. Gerade einmal zwei Romane und eine Kurzgeschichte des heute vor 80 Jahren in Texas geborenen Autors wurden bislang adaptiert; hinzu kommen ein Fernsehfilm sowie eine französische Dokumentation, die als Bonusmaterial einer DVD-Ausgabe entstand. Dabei ist sein Held Dave Robicheaux eine der großen Hervorbringungen der zeitgenössischen Hard-Boiled-Schule.

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Egal ob als Musketier, Politberater oder Krokodilforscher: Oliver Platt gehört zu den verlässlichsten Nebendarstellern des amerikanischen Kinos.
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Unsere "steile These" des Monats Dezember
Sergei Loznitsa ist als Dokumentarfilmer bekanntgeworden mit Arbeiten, die scheinbar nur beobachten, nie kommentieren. Wie sein neuer Film »Austerlitz«.

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