Gerhard Midding

Es fällt mir schwer, über das Kino der DDR so zu schreiben wie über irgendeine andere europäische Kinematographie der Nachkriegszeit. Mein Blick auf die französischen, italienischen, polnischen, spanischen, tschechischen oder ungarischen Nachbarn, nur um ein paar Beispiele zu nennen, ist unbefangener. Warum elektrisieren mich die dort entstandenen Filme viel stärker?

arte-Mediathek: »Etty«

Hagai Levis Serie versetzt die wahre Geschichte der Jüdin Etty Hillesum, die 1943 in Auschwitz ermordet wurde, in eine nicht näher definierte Gegenwart – ein Experiment.
Gerhard Midding

Am kommenden Wochenende prasselt es Nachrichten aus einem untergegangenen Land. Die DEFA-Stiftung feiert großflächig das 80. Jubiläum ihres Namensgebers, der Deutschen Film-Aktiengesellschaft, die am 17. Mai in Potsdam-Babelsberg gegründet wurde.

Home Entertainment

Dass man auch ohne Geld spannende, relevante Filme machen kann, zeigt Dietrich Brüggemann mit seinem kleinen Beziehungsdrama inmitten der medialen Unterhaltungsindustrie.

Wolves

Anhand der gefährlichen Liebesgeschichte einer jungen Zürcherin mit einem mysteriösen Black-Metal-Sänger wird in diesem Debütfilm ein lebendiges Szeneporträt einer musikalischen Subkultur präsentiert, inklusive des Flirts mancher Metalheads mit völkischen Ideologien.

Eagles of the Republic

Mit einer grimmigen Mischung aus Satire und Politthriller blickt der ägyptische Regisseur Tarik Saleh hinter die Kulissen des diktatorischen Machtapparats von Kairo.

The North

Die Wanderung zweier alter Freunde durch die schottischen Highlands wird zu einer Probe für ihre Beziehung – »The North« ist ein Film über Freundschaft, vor allem aber eine realistisch inszenierte Liebeserklärung an den meditativen Akt des Wanderns, geprägt von leiser Poesie und subtil-beeindruckenden Landschaftsaufnahmen.

Vivaldi und Ich

Für sein Kinodebüt hat Opernregisseur Damiano Michieletto den Roman »Stabat Mater« von Tiziano Scarpa adaptiert, in dem eine begabte Violinistin in Antonio Vivaldi einen fordernden Lehrmeister findet. Angesiedelt in einem venezianischen Waisenhaus, entwirft der Film ein Sittenbild des Spätbarock, getragen von starken DarstellerInnen und dem Wohlklang der Musik.
Patrick Heidmann

Strahlender Sonnenschein und die wärmsten Temperaturen der Woche sind für den Dienstagabend in Cannes angekündigt, ganz standesgemäß also für die Eröffnung der mittlerweile 79. Internationalen Filmfestspiele.

Glennkill: Ein Schafskrimi

Unerwartet clevere und erkennbar am Computer entstandene Schafe machen sich in einem britischen Dörfchen auf die Suche nach dem Mörder ihres geliebten Schäfers. Harmlos geht es dabei allemal zu, aber »Minion«-Regisseur Kyle Balda und Drehbuchautor Craig Mazin ringen der deutschen Bestseller-Vorlage erfreulich viel Charme und Humor ab.

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