Vitalina Varela

Vor Jahren wurde Vitalina Varela verlassen. Nach vierzigjährigem Warten auf das Flugticket kommt sie nach Portugal, wo der Mann drei zuvor Tagen begraben wurde. Pedro Costa widmet der kapverdischen Frau Vitalina Varela eine filmästhetische Reflexion ihres eigenen Lebens

Nina Wu

Der taiwanesische Film über das Vergewaltigungstrauma einer Schauspielerin ist ebenso schockierend wie klug. Durch erzählerische Kniffe wird aus dem Einzelschicksal eine vielschichtige Kritik an einer Filmindustrie, die Frauen Gewalt antut

Nackte Tiere

In ihrem Debüt folgt Melanie Waelde einer Clique kurz vor dem Abitur. Liebe, Abschiedsschmerz, Selbstfindung: Coming-of-Age als animalische Implosion in einem Film, der mehr Gefühl ist als Geschichte

Love Sarah

Wohlfühldrama, in dem drei Frauen den Lebenstraum ihrer verunglückten Mutter, Tochter und Freundin erfüllen, in dem sie in Notting Hill eine Konditorei eröffnen. Reichlich Zuckerguss, wenig Tiefgang

Futur Drei

Sehr authentisch und empathisch erzählt das Regiedebüt vom Leben queerer, migrantischer »Generation Z«-Jugendlicher in der deutschen Provinz. Hinreißend in seiner Selbstverständlichkeit und klug, ohne verkopft zu sein

Der flüssige Spiegel

Ästhetisch eigenwilliger Debütfilm über einen jungen Mann, der erst herausfinden muss, dass er tot ist

Die Epoche des Menschen

Das Trio um Jennifer Baichwal, Nicholas de Pencier und Edward Burtynsky beendet ihre Ökofilm-Trilogie mit einer breit angelegten engagierten Rundum-Abrechnung mit dem Anthropozän, beeindruckenden Bildern und einem etwas zu zahlenreichen Kommentar

Drei Tage und ein Leben

Behutsam inszenierte, unter die Haut gehende Romanverfilmung über das Verschwinden eines Kindes und die Angst des Täters vor Entdeckung

David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück

Mit Tempo und postmodernen Mätzchen wird in dieser Kinoadaption von Charles Dickens' berühmten Roman versucht, der Geschichte des Waisenjungen David neuen Schwung zu verleihen – wobei jedoch Herz und Charme oftmals auf der Strecke bleiben

Corpus Christi

Jan Komasa erzählt von einem entlassenen Sträfling, der sich als Priester ausgibt. Komödie und Drama durchdringen sich blitzgescheit. Bartosz Bielenia ragt heraus aus einem Ensemble, das sich zu einer beklemmenden Gesellschaftsstudie verdichtet: »Corpus Christi«

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