59. Hofer Filmtage

Familiendramen und Sci-Fi-Dystopien: Die Hofer Filmtage präsentierten in ihrer 59. Ausgabe ein ansprechendes Programm, das unter anderem die Vielfältigkeit des deutschen Films unter Beweis stellte.

Keeper

Zur Feier ihrer einjährigen Beziehung besuchen Liz und Malcolm das Haus seiner Kindheit, wo Liz alsbald von unheimlichen Erscheinungen heimgesucht wird. Sind es nur ihre Einbildungen oder birgt das Haus ein düsteres Familiengeheimnis? Horrorfilm, der seine Spannung sorgsam aufbaut und auf krasse Effekte verzichten kann.

The Running Man

In einer nahen Zukunft, in der ein Megakonzern die gesellschaftlichen Fäden zieht, werden die Menschen mit Spielshows unterhalten, deren erfolgreichste aus einer Menschenjagd besteht. Bei allen realistischen Zügen ist diese Neuverfilmung von Stephen Kings Roman dem Briten Edgar Wright leider ziemlich plakativ geraten.
Gerhard Midding

Regisseure lassen sich auf Fotos von Dreharbeiten in zwei Kategorien unterteilen. Die Gelassenen geben ihren Mitarbeitern nur einen Fingerzeig, weisen ihnen die Richtung. Die anderen, die Ergriffenen, führen mit vollem Körpereinsatz Regie. Sie spielen ihren Darstellern beschwörend die Szene vor, demonstrieren eindringlich, mit welchen Gesten ihre Figuren zu filmischem Leben erwachen sollen.

When Lightning Flashes Over The Sea

Eva Neymanns impressionistisch montierter dokumentarischer Blick auf ihre »gefühlte Heimatstadt« Odessa schafft mit Präzision und Lyrik eine beeindruckende Liebeserklärung zwischen Schrecken und prekärer Schönheit.

Sabbatical

Dichtes Psychogramm einer dysfunktionalen Familie vor der winterlichen Kulisse Griechenlands voller sanfter Melancholie, in dem jede Figur mit ihren eigenen Dämonen kämpft – überzeugender Cast.

Lolita lesen in Teheran

Mit seiner Adaption des US-Bestsellers von Azar Nafisi macht der israelische Regisseur Eran Riklis den Ausschluss der Frauen aus dem öffentlichen Leben nach der iranischen Revolution nachvollziehbar.
Gerhard Midding

Es gibt Behauptungen, an denen hat man so viel Vergnügen, dass man ihren Wahrheitsgehalt gar nicht überprüfen mag. Gehen wir also getrost davon aus, dass fünf von zehn Ungarn »Die Zeit steht still« als ihren Lieblingsfilm nennen. Esther Kinsky war immerhin fest davon überzeugt, als sie ihre wunderbar kinosüchtiges Buch »Weiter Sehen« schrieb.

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In vier Jahrzehnten hat sich Laura Dern von David Lynchs Muse zu einer der aufregendsten Nebendarstellerinnen in Hollywood entwickelt, die mühelos zwischen Arthouse, »Jurassic Park

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