Gerhard Midding

Am Morgen des 1. November 1925 erwartete die französischen Zeitungsleserinnen und -leser eine traurige Nachricht, die sich in Windeseile auch weltweit verbreitete: Der berühmte Filmkomiker Max Linder und seine junge Frau hatten Selbstmord begangen. Vor 100 Jahren war es für das Publikum noch eine ziemliche Überraschung, dass ein Spaßmacher privat ein verzweifelter, todtrauriger Mensch sein konnte. Auch in dieser Hinsicht war Linder ein Pionier.

Gerhard Midding

Manchmal verwandeln sich Gerüchte in Tatsachen – und gelegentlich sind diese auch erfreulich. Im Netz wurde schon gemunkelt, dass »Blood & Sinners« zu Halloween in die IMAX-Kinos zurückkehren könnte. In den USA stand das schon eine Weile fest, aber für einen Einsatz hierzulande gab es bis vor wenigen zwei Tagen nur unzuverlässige Quellen.

Zwischen Wut, Hoffnung und internationalen Erfolgen: neun Stimmen, die das brasilianische Kino gerade neu erfinden. Ein Überblick in Kurzporträts
Gerhard Midding

Bis ich »The Man Who Laughs« (Der Mann, der lacht) sah, hatte ich noch nie von den Comprachicos gehört. Aber allein die Erwähnung ihres Namens löst Angst und Schrecken aus. Das Ausrufezeichen, das ihm im Zwischentitel hintangestellt wird, lässt keinen Zweifel daran: Wehe, wenn die Kinderkäufer kommen!

The Secret Agent

Kleber Mendoça Filhos 1977 in Brasilien angesiedelte Geschichte vereint Thriller­elemente, Polit-, Familien- und Beziehungsdrama, schwarze Komödie, Gewaltexzesse und surreale Effekte.

Rote Sterne überm Feld

In ihrem mutigen und wilden Debütfilm spürt Autorin und Regisseurin Laura Laabs den Dämonen der Vergangenheit, den Traumata der Menschen und den Brüchen der Geschichte nach.

Peter Hujar's Day

Reden und rauchen: Basierend auf einer Tonbandaufzeichnung von 1974 schildert das Kammerspiel einen Tag im Leben des Fotokünstlers Peter Hujar, was dank der stilbewusst minimalistischen Inszenierung und der entspannten Darsteller Ben Whishaw und Rebecca Hall ein großes Vergnügen ist.

Amazon: »Hedda«

Nia DaCosta verlegt in »Hedda« Ibsens Tragödienklassiker ins England der 1950er Jahre und macht daraus ein queeres und sehr zeitgemäßes Gesellschaftsporträt.

Apple TV+: »Down Cemetery Road«

Emma Thompson ermittelt in »Down Cemetery Road«, der Serienadaption der Zoe-Boehm-Romane von »Slough House«-Autor Mick Herron, gemeinsam mit Ruth Wilson im Fall eines vermissten Mädchens.

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