Was heißt hier Ende?

Dominik Graf setzt dem frühverstorbenen Kritiker Michael Althen mit »Was heißt hier Ende?« ein filmisches Denkmal. Es ist das Porträt eines Freundes und einer durchaus glamourösen Kultfigur einer selbstbewussten Feuilletonisten-Generation, das sich den Fallstricken des Formats (talking heads vor Bücherregalen) fantasievoll entwindet

Victoria

Ein kühnes, mitreißendes cineastisches Experiment, 140 Minuten in einer einzigen ungeschnittenen Einstellung: »Victoria« ist ein rauschhafter atemloser Trip durch eine Berliner Nacht

Verliebt, Verlobt, Verloren

Der neue Dokumentarfilm von Sung Hyung Cho wendet sich einem leisen, lange vergessenen Drama zu, den Liebesgeschichten zwischen nordkoreanischen Studenten und ihren Freundinnen in der DDR der fünfziger Jahre

Underdog

Eine Teenagerin sucht ihren vom Vater ausgesetzten Hund, der einem Kampfhundetrainer in die Hände fällt, gleichsam wie Spartacus zum Gladiator ausgebildet wird – und schließlich eine Rebellion der Hunde anführt. Mischung aus Pubertätsgeschichte, Tierhorror und symbolschwangerer Fabel

Trash

Nicht so hart wie andere lateinamerikanische Straßenkinderfilme, aber ähnlich energiestrotzend wie »Slumdog Millionär«

Spy – Susan Cooper Undercover

Der Plot ist so dünn, wie sich das für einen Agentenfilm gehört, aber die komödiantische Detailfreude, mit der Paul Feig seine Spionage-Satire feminisiert, entfaltet eine hochinfektiöse humoristische Wirkung.

Rico, Oskar und das Herzgebreche

Rico und Oskar in neuer Mission: Dass die beiden Jungs sich in ihren jeweiligen Stärken und Schwächen so kongenial ergänzen, macht auch den neuen Film zu einem familiären Filmvergnügen

Parcours d'amour

Statt zu Berliner Teenagern geht Bettina Blümner (»Prinzessinnenbad«) diesmal zu Pensionären nach Frankreich, die das Tanzbein schwingend über »l'amour« plaudern

Love & Mercy

Bill Pohlads Film »Love & Mercy« über das Leben von Beach Boys-Mastermind Brian Wilson ist mehr als eine gewöhnliche Musikerbiografie. Er beschreibt die kreativen Prozesse einer Neuerfindung und lässt dabei tief in die Seele eines getriebenen Künstlergenies blicken

Lost River

Leben und Sterben in Detroit. Ryan Gosling überzieht die Wirklichkeit mit dem Höllenfeuer eines düsteren Märchens für Erwachsene. David Lynch und Nicolas Winding Refn standen bei diesem wahrhaft entfesselten Regiedebüt unverkennbar Pate, aber Gosling gelingt es, sich aus ihrem Schatten zu lösen

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