Duff — Hast du keine, bist du eine

Die amerikanische Highschool-Komödie und ihr Erfindungsreichtum, was griffige Abkürzungen für soziologisch hochkomplexe Phänomene angeht: Diesmal geht es um das Konzept der »designierten hässlichen Freundin«

Becks letzter Sommer

Ein Lehrer will ein musikalisches Wunderkind managen und dadurch seine eigene abgebrochene Rockkarriere neu starten: trotz guter Besetzung fehlt es der Romanverfilmung letztlich an Glaubwürdigkeit und besonders an Charme

Am grünen Rand der Welt

Ein Liebesviereck im viktorianischen Zeitalter. Nach dem Roman von Thomas Hardy. Mit einem großartigen Ensemble, Carey Mulligan, Michael Sheen, Mathias Schoenaerts, Tom Sturridge entkommt Tomas Vinterberg mitunter den Fängen des Kostümfilms
Gerhard Midding

Es gab eine Zeit, in der europäisches Kino noch nicht aus dem Geist der Filmförderung entstand, sondern Co-Produktionen noch den Gesetzen des Marktes folgten. Die Gemengelage von Geschäft, Dialog und Diplomatie kannte noch ganz andere Koordinaten. Produzenten waren auf Partner in Nachbarländern angewiesen und viele Regisseurs- sowie Schauspielerkarrieren zirkulierten innerhalb des Kontinents.

Gerhard Midding

Als ihn die französische Tageszeitung „Libération“ vor einigen Jahren bat, die Schlüsselereignisse seines Lebens aufzulisten, notierte er für das Jahr 1998: „Zum letzten Mal mit einem Taxifahrer geprügelt. Nun ist meine Jugend zu Ende.“ Im Jahr zuvor hatte er seinen 50. Geburtstag gefeiert, aber die Aussage muss man nicht als Koketterie nehmen. Denn in dieser Zeit fing Hou Hsiao-hsien an, Filme über eine jüngere Generation zu drehen.

Um jeden Preis

Maria (Kim Basinger) ist erfolgreiche Geschäftsfrau im Hamburger Hafen. Was ihr zum Glück fehlt, ist ein Baby. Sie ist bereit, zu drastischen Mitteln zu greifen. Ein Psychothriller, der wegen Basingers Auftritt packt

Taxi Teheran

Mit Witz und unverhohlener Regimekritik serviert der iranische Regisseur Jafar Panahi sein Roadmovie, in dem er selbst als Taxifahrer wechselnde Fahrgäste durch Teheran kutschiert. Die dokumentarische Form von »Taxi Teheran« füllt er auch mit Inszenierungen und zeichnet so aus der Enge eines Autos heraus ein vielschichtiges, höchst unterhaltsames Gesellschaftspanorama

Seht mich verschwinden

Dokumentarisches Porträt einer anorexiekranken jungen Frau, das fast exemplarisch erschütternde Einblicke in ein tragisch verkorkstes Familiengefüge gewährt

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