Nicht alles schlucken

Es wird nur geredet, und trotzdem geht es hoch her: Ein so informativer wie ergreifender Dokumentarfilm über den Einsatz von Psychopharmaka bei psychisch Erkrankten

Men & Chicken

Auch »Men & Chicken«, der vierte Film von Anders Thomas Jensen, ist eine Expedition in ein dänisches Kuriositätenkabinett des skurrilen Verhaltens: In einem alten, verfallenen Lungensanatorium, das mit großer Liebe zum Patina-Detail ausgestattet ist, frönen Menschen und Tiere einem dubiosem Miteinander. Mit einem fast nicht erkennbaren Mads Mikkelsen

Marry Me!

Bollywood auf Berlin-Kreuzbergs Dächern und ein Elefant anstelle einer Hochzeitskutsche. Die Regisseurin Neelesha Barthel spielt ein Multi-Kulti-Szenario starker deutsch-indischer Frauen durch und verfängt sich in viel zu viel gutem Willen: »Marry Me!«

Mama gegen Papa – Wer hier verliert, gewinnt

Statt um ihre Kinder zu buhlen setzen Florence und Vincent alles daran, um sie zu vergraulen: In seinem Spielfilmdebüt zettelt Martin Bourboulon einen auf erfrischende Weise politisch unkorrekten Sorgerechtskrieg an, in dem Vater und Mutter sich drei Wochen lang als völlig untaugliche, hartherzige Eltern präsentieren: »Mama gegen Papa – Wer hier verliert, gewinnt«

Liebe auf den ersten Schlag

Thomas Cailley erzählt in seinem bemerkenswerten Spielfilmdebüt eigentlich eine klassische Boy-Meets-Girl-Geschichte. Aber in den Zeiten des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Niedergangs, den Frankreich gerade erlebt, ist auch die Liebe nicht mehr das, was sie einmal war. Und so überraschen Cailley und seine großartige Hauptdarstellerin Adèle Haenel einen ständig von neuem

Kafkas Der Bau

»Der Bau«, eine bis dato noch nie verfilmte Erzählung von Franz Kafka, dient Regisseur Jochen Alexander Freydank als Steinbruch für eine allegorische Endzeiterzählung

It Follows

Eine Gruppe von Teenagern in einem Vorort von Detroit wird von einem Fluch heimgesucht. Origineller Indie-Horrorfilm, der sich an Klassikern der Gattung orientiert, ihnen aber durch seine minimalistische und verhaltene Erzählweise eine neue Dimension hinzufügt.

Ich seh, Ich seh

Grausames Kinderspiel, Doppelgänger-Motiv, eine Monster-Mutter, ein zeitgemäßes Geisterhaus und torture porn. Das Regie-Duo Veronika Franz und Severin Fiala beschwören in »Ich seh, Ich seh« den gesamten Katalog des Horrorkinos. Und sie zitieren Ulrich Seidl, Michael Haneke, Jessica Hausner. Nach einem spannenden, der Ästhetik des Schön-Schrecklichen verhafteten Beginns endet der Film in einer ziemlich österreichischen Anatomie der Grausamkeit, die den Figuren und dem Zuschauer keinen Ausweg lässt

Gefühlt Mitte Zwanzig

Mit seiner entspannten Komödie über hausgemachte Nöte New Yorker Intellektueller gelingt Noah Baumbach eine Mischung zwischen Stilübung und psychologischem Drama ohne Dramatik

Für immer Adaline

Adaline (Blake Lively), die seit einem Unfall 1935 nicht mehr gealtert ist, lässt sich auf eine neue Liebe ein und begegnet dabei einer alten. »Für immer Adaline« ist eine märchenhafte Ausstattungsromanze zwischen Karma und Kunstgewerbe und ohne tiefere Bedeutung

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