Filmkritiken
Woche vom 11.03.2026
Ein sterbenskranker Gangsterboss, sein zukunftstrunkener Gegenspieler und eine Auftragskillerin, die ohne Schalldämpfer arbeitet: Christoph Hochhäusler inszeniert einen zeitgenössischen Film Noir, in dem das Alte und das Neue einen erbitterten Kampf um die Hoheit austragen. Eine Frischzellenkur für das Genre - nicht nur dank des ungeläufigen Drehorts Brüssel und einer Besetzung voller unverbrauchter Gesichter (Sophie Verbeek ist magistral), die um einen alten Löwen (der anmutig verwitterte Louis-Do de Lencquesaing) kreist.
Anrührend-komische Kläglichkeitspornorafie um einen gescheiterten kolumbianischen Dichter, der in der Förderung einer jungen Dichterin seinen Lebenssinn wiederfindet.
50 Jahre spielte das »Arsenal«, bis 2024. Gegründet hat es Stefan Paul, dessen vielfältigen Aktivitäten die informative Dokumentation nachspürt. Paul betreibt nicht nur Kinos, sondern auch einen Verleih und hat selbst Dokumentarfilme gedreht.
Ein Zukunftsreisender rekrutiert in einem Diner Freiwillige, die ihm helfen sollen, die Menschheit vor der Versklavung durch Künstliche Intelligenz zu retten. Überbordende Science-Fiction-Satire, geerdet durch die darstellerische Leistung von Sam Rockwell.
Überwiegend auf Französisch, in edlem Schwarz-Weiß und im klassischen 35-mm- Format erzählt Richard Linklater die Entstehungsgeschichte von Jean-Luc Godards Meisterwerk »Ausser Atem« nach. Ein Film für Cineasten und, dank humorvoller Akzente, auch fürs große Publikum.



