Stephen Fry

Als Schauspieler/in:

Whit Stillmans Adaption des eher unbekannten Briefromans »Lady Susan« ragt weit aus der Masse der Jane-Austen-Verfilmungen heraus. Der Amerikaner trifft exakt den spöttischen Ton der englischen Schriftstellerin. Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung harmonieren perfekt in seiner Inszenierung wie im leichten und doch hintergründigen Spiel seines brillanten Ensembles in »Love & Friendship«
Selten war das Klischee von der Fortsetzung, die letztlich nur noch mehr vom Gleichen ist, so wahr wie hier. Zwar ersetzt James ­Bobin dieses Mal Tim Burton, doch zu bunt, zu rastlos und zu uncharmant ist auch dieser Teil von »Alice im Wunderland«, der einmal mehr Fantasie mit einem Übermaß an CGI verwechselt. Und Johnny Depp als Hutmacher nervt noch immer
Mit zu viel bequemem Wohlwollen und zu wenig Inspiration wird in dem Film­porträt »Die Poesie des Unendlichen« versucht, das indische Mathematikgenie Srinavasa Ramanujan zu würdigen
In der Fortsetzung zu Guy Ritchies hypermoderner Detektivgeschichte reisen Holmes und Watson quer durch Europa, um einem genialen Oberschurken das Handwerk zu legen. Temporeiches Blockbusterkino, das seine innere Leere trickreich zu verdecken sucht

In der Dokumentation:

Als Überraschung kommt dieses kleine Dokudrama daher: Hauptdarsteller Stephen Fry spielt zwar den Fremdenführer und begleitet den Werdegang Richard Wagners und die Entstehung seiner Musik mit Reisen und Gesprächen, im Vordergrund steht jedoch sein ganz persönliches Bekenntnis zur Musik Wagners