Riccardo Scamarcio

Produzent/in von:

Die distanzlose und substanzarme Beweihräucherung des New Yorker Malers Julian Schnabel durch den befreundeten Filmemacher Pappi Corsicati lohnt lediglich als Materiallager

Als Schauspieler/in:

Angesichts ihres Themas – der schwierigen Annäherung zweier entfremdeter Brüder, nachdem bei dem älteren ein Tumor entdeckt wurde – mutet der Titel von Valeria Golinos zweiter Regiearbeit paradox, ja leichtfertig an. Aber sie löst ihn mit großer Sensibilität ein. Ihre exzellent besetzte (Valerio Mastandrea, Riccardo Scarmarcio) Tragikomödie schlägt poetische Funken aus der Konfrontation unterschiedlicher Lebensauffassungen, bei der Schmerz und Trauer nicht das letzte Wort behalten
Unentschlossenes, reißerisches Biopic über Silvio Berlusconi, dem es über weite Strecken nicht gelingt, den Politiker überzeugend zu charakterisieren: »Loro«
Zwei Brüder sollen die väterliche Nudelfabrik übernehmen. Als der eine sich mit einem Coming-out aus der Verantwortung befreien will, kommt ihm der andere zuvor. Für den Übergangenen verdoppelt sich unversehens der Druck, »normal« zu sein. Ferzan Özpeteks Komödie »Männer al dente« hält unter der Oberfläche biederer Inszenierung augenzwinkernd zu den unaufgeräumten Gefühlen und ihren ambivalenten Konsequenzen
Stefano Rulli und Sandro Petraglia, die Drehbuchautoren von »Die besten Jahre«, erzählen einmal mehr die Geschichte zweier grundverschiedener Brüder vor politischem Hintergrund – diesmal als burleske Komödie, die durch flottes Tempo, atmosphärisches Gespür und ihre brillante Besetzung besticht: »Mein Bruder ist ein Einzelkind«