Hansjörg Weißbrich

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Hans Block und Moritz Riesewieck porträtieren in ihrem ersten Dokumentarfilm »The Cleaners« die Tätigkeit der Content Moderators, die entscheiden, was in den sozialen Netzwerken veröffentlicht werden darf und was nicht
In den achtziger Jahren erstreitet eine unter paranoider Schizophrenie Leidende zusammen mit ihrer Anwältin Patientenrechte. Trotz aktueller Brisanz kann Bille Augusts »Eleanor & Colette« mit einer uninspiriert biederen Inszenierung keine Funken zünden
Der ambitionierte Gefängnisfilm »Colonia Dignidad« über eine scheinheilige deutsche Sekte in Chile ist mit Emma Watson, Daniel Brühl und Michael Nyqvist gut besetzt, macht aber zu wenig aus seinem brisanten Thema
Aleksandr Sokurov nimmt die Geschichte des Pariser Louvre zum Anlass, um über den Zusammenhang von Kunst und Politik, Nation und Macht, Gegenwart und Geschichte zu sinnieren. Herausgekommen ist mit »Francofonia« eine alles andere als gradlinige Lektion in Kunstgeschichte, sondern eine kursorische Reflexion, die voller Neugier immer wieder kuriose Seitenwege einschlägt
Kälter, härter, echter. Gut recherchiert mag es ja sein. Doch die in der Schweiz geborene und in Berlin lebende Regisseurin Petra Volpe sitzt in ihrem Spielfilmdebüt dem Trugschluss auf, Wahrhaftigkeit sei vor allem durch schonungsloses Entfernen von Wärmeströmungen und Hoffnung zu erzielen. Einigen Erfolg bei der Kritik hat ihr das zumindest eingebracht
Als Komödie fügt sich der neue Film von Marco Kreuzpaintner ins Einerlei vergleichbarer deutscher Mainstream-Produktionen, mit seiner schieren Menge an schwulen Figuren allerdings gelingt es ihm allen Schwächen zum Trotz, eine begrüßenswerte Sonderrolle einzunehmen
Aus dem Zusammentreffen einer Familie am Wochenende wird ein Zusammenbrechen. Hans-Christian Schmid hat sein leises Drama »Was bleibt« mit einem großartigen Ensemble wohlüberlegt in Szene gesetzt
Nach Wolfgang Murnberger zettelt auch Leander Haußmann mit »Hotel Lux« auf dem Hintergrund von Nationalsozialismus und Stalinismus eine heitere Verwechslungskomödie an, der Bully Herbig lässigen Schwung gibt
Drei Leben in der Krise: Alexander Riedels Spielfilmdebüt besticht durch seine Schauspieler und die genaue Zeichnung der Milieus
Vom Bolzplatz in die »Bafana Bafana«: Stefanie Sycholts »Themba« ist die Geschichte eines südafrikanischen Fußballers und gefällt in den besten Passagen als stimmiger Coming-of-Age-Film, ist aber thematisch allzu sehr überfrachtet

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Filme sind wie Skulpturen - man muss sie aus dem Material heraushauen. Anke Sterneborg hat mit Deutschlands bekanntesten Cuttern Bettina Böhler und Hansjörg Weißbrich über ihre Arbeit mit Regisseuren wie Christian Petzold und Hans-Christian Schmid gesprochen