Danny Elfman

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Der vor zwanzig Jahren noch frischen Idee, dass die Aliens bereits mitten unter uns sind, haucht die Fortsetzung »Men in Black: International« leider kein neues Leben ein. Unerhebliches Sommerkino, das nur der beherzte Auftritt von Tessa Thompson vor dem sofortigen Vergessen rettet
In Tim Burtons stark veränderten Remake des Disney-Klassikers »Dumbo« wird der Hauptfokus auf die Konflikte erwachsener Darsteller gelegt, wobei das allerliebst fotorealistisch animierte, fliegende Elefantenbaby auf den Status eines Maskottchens reduziert wird
John Callahan avancierte während der Reagan-Ära zu einem ebenso gefragten wie anstößigen Cartoonisten. Gus Van Sant setzt dem Provokateur mit »Don't Worry, weglaufen geht nicht« kein Denkmal, sondern lässt ihn zum Protagonisten eines Bildungsromans um Sucht und Selbstfindung werden. In Hauptdarsteller Joaquin Phoenix hat er einen großartigen Komplizen; Jonah Hill und Jack Black glänzen in Nebenrollen
»Justice League«, der Film, mit dem Marvel-Konkurrent DC das »Avengers«-Rezept kopieren will, hat viele Probleme, aber das größte ist Regisseur Zack Snyder. Der Mann kann einfach nur Macho und Digital-Krawall und das ist mittlerweile selbst im Superheldengewerbe zu wenig
Die Verfilmung von Dave Eggers' dystopischem Erfolgsroman »The Circle« über ein Social-Media-Unternehmen krankt – wie bereits die Vorlage – daran, dass sie ihre Botschaft allzu plakativ vor sich herträgt
Die Verfilmung des Bestsellers »Tulpenfieber« von Deborah Moggach schwankt zwar etwas unentschlossen zwischen kolportagehaftem Liebes- und Wirtschaftsdrama, ist aber mit prächtiger Ausstattung und namhafter Besetzung ästhetisch auf der Höhe der Zeit. Gegenwartsbezug liefert auch das historische Thema: die Blütezeit der niederländischen Malerei und die Tulpenspekulation
Unentschlossen bewegt sich Regisseur Mike Flanagan mit »Before I Wake« zwischen Psycho-Thriller und Horror, aber am Ende ist seine erste größere Indie-Produktion mit namhaften Stars vor allem kruder Mystery-Kitsch
Spannende, gut gespielte Verfilmung des Krimi-Bestsellers, die jedoch zunehmend unter der holzschnittartigen Zeichnung der männlichen Figuren leidet
Selten war das Klischee von der Fortsetzung, die letztlich nur noch mehr vom Gleichen ist, so wahr wie hier. Zwar ersetzt James ­Bobin dieses Mal Tim Burton, doch zu bunt, zu rastlos und zu uncharmant ist auch dieser Teil von »Alice im Wunderland«, der einmal mehr Fantasie mit einem Übermaß an CGI verwechselt. Und Johnny Depp als Hutmacher nervt noch immer
Jennifer Lawrence als Wischmop-Erfinderin Joy Mangano löst selbst hartnäckigen Schmutzbelag: Mit seinem virtuosen Biopic über eine Frau, die durch Putzen reich wurde, gelingt David O. Russell ein sehenswerter filmischer Ausflug in die Niederungen des Teleshoppings

In der Dokumentation:

Diese Geschichte der Filmmusik ist wenig mehr als eine Hetzjagd durch die bekannten Highlights der Filmkomposition – ohne Einordnung oder Reflexion. Nur über die zeitgenössischen Komponisten gibt die materialreiche Doku »Score« einen adäquaten Überblick

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Meldung
Ein kurzes Gespräch mit Filmkomponist Danny Elfman über das Erbe der Filmmusik, seine Arbeit an »Justice League« und den Max-Steiner-Filmmusik-Preis
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Seit zehn Jahren gedenkt »Hollywood in Vienna« den Wiener Wurzeln der Filmmusik und ehrt bedeutende Filmkomponisten der Gegenwart mit dem Max Steiner Film Music Achievement Award. Neben John Barry, James Horner und Alexandre Desplat darf sich nun auch Danny Elfman zu den Preisträgern zählen. Im »FIMU - International Film Music Symposium Vienna« sprach der »Batman«-Komponist über seinen ungewöhnlichen Werdegang