Charles Roven

Produzent/in von:

»Justice League«, der Film, mit dem Marvel-Konkurrent DC das »Avengers«-Rezept kopieren will, hat viele Probleme, aber das größte ist Regisseur Zack Snyder. Der Mann kann einfach nur Macho und Digital-Krawall und das ist mittlerweile selbst im Superheldengewerbe zu wenig
Monster auf der einen Seite, Chinesen auf der anderen – und mittenmang ein weißer Held: Die große Mauer als Austragungsort eines ebenso spektakulären wie spekulativen Kulturk(r)ampfes, aus dem als strahlender Sieger am Ende der Kommerz hervorgeht. »The Great Wall« ist fast zu viel fürs Auge, deutlich zu wenig fürs Hirn und in jedem Fall kein sonderlich guter Film
»Suicide Squad« ist ein zu Beginn noch recht amüsantes Superschurken-Abenteuer, das schließlich vor allem an seiner oberflächlichen Figurenzeichnung und einer Tendenz zu unappetitlichem Macho-Militarismus scheitert
»Warcraft: The Beginning«, das unterschätzte Fantasyspektakel nach dem gleichnamigen Computerspiel, überrascht durch die gefühlvolle Zeichnung vermeintlich gefühlloser Orcs
Wer etwas übrig hat für die Zeitlupen und die Zerstörungswut von Zack Snyder, wird »Batman v Superman« vielleicht etwas abgewinnen können, zumal Wonder Woman ihr vielversprechendes Leinwanddebüt gibt. Doch dürftig motivierte Protagonisten und eine unbefriedigende Geschichte machen den Auftakt der DC-Comics-Saga zu einem ermüdend-nervigen Film
Das neuerliche Reboot der Superman-Saga orientiert sich strukturell an den »Dark Knight«-Filmen von Christopher Nolan, der hier auch als Produzent fungiert, entstaubt den eher faden Mythos und bietet ein technisch perfektes Blockbuster-Spektakel
Nach dem Vorbild von US-Thrillern der siebziger Jahre, mit einem an Hitchcock geschulten Gespür für den Mix aus großem Spektakel und individueller Obsession, formt Tom Tykwer einen Politthriller, in dem ein einsamer Kämpfer für Gerechtigkeit – der großartige Clive Owen als Interpol-Agent – gegen eine übermächtige, weltweit agierende böse Bank in den Ring steigt: »The International«
Von weißen Westen, schwarzen Seelen und dunklen Rittern: Christopher Nolan setzt mit Anspielungen aufs aktuelle Zeitgeschehen fort, was er mit »Batman Begins« vor drei Jahren begann
Inspiriert vom größten Bankraub Englands, der sich 1971 in London abspielte, ist »Bank Job« ein klassischer Thriller, der durch das komplexe Gegen- und Miteinander verschiedener Parteien besticht: Die Einbrecher sind unwissentlich nur Handlanger des britischen Geheimdienstes, der den Ruf eines Mitglieds der königlichen Familie schützen will