Birgit Roschy
Filmkritiken von Birgit Roschy
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Mit minimalistischer Strenge inszeniert, verdichtet sich dieses kammerspielartige Drama über Mutter Teresa, punktgenau besetzt mit einer charismatisch-strengen Noomi Rapace, zur konzentrierten Studie weiblicher Zwangslagen.
In diesem französischen Spielfilmdebüt werden auf lebensnahe und beschwingte Weise die juristischen und emotionalen Herausforderungen, die ein gleichgeschlechtliches Ehepaar bei der Schwangerschaft durchsteht, geschildert – nicht als Drama, sondern als mutmachende Erfahrung eines Durchhaltens.
Reden und rauchen: Basierend auf einer Tonbandaufzeichnung von 1974 schildert das Kammerspiel einen Tag im Leben des Fotokünstlers Peter Hujar, was dank der stilbewusst minimalistischen Inszenierung und der entspannten Darsteller Ben Whishaw und Rebecca Hall ein großes Vergnügen ist.
Die introvertierte Buchhändlerin Agathe ist eingefleischter Austen-Fan und begegnet bei einem Schreibaufenthalt in England dem Ur-Ur-Ur-Ur-Neffen der berühmten Autorin: eine trotz Drehbuchschwächen feinsinnige Komödie über Liebe und Literatur.
In diesem Ozon-Film entfaltet sich rund um eine verkorkste Mutter-Tochter-Beziehung ein Familiendrama plus Mystery, das trotz einer hervorragenden Hauptdarstellerin nicht ganz überzeugen kann.
In dieser halbdokumentarischen Sozialkomödie werden alkoholsüchtige Frauen in einer Entzugsklinik porträtiert, ohne Larmoyanz und Moralisieren und mittels einer Stippvisite in die Wüste: ein weiterer französischer Erfolgsfilm über ein abtörnendes Thema.
In dieser dekonstruierten Chronik des Schicksals von FEMEN-Aktivistin Oxana Schatschko vermengen sich die Ereignisse ihres letzten Lebenstages in Paris mit den Stationen ihres politischen Werdegangs in der Ukraine: ein hautnah inszeniertes und auch dank einer überzeugenden Darstellerin berührendes Requiem für eine Frau, für die Kunst gleichbedeutend mit Revolte war.
Das Drama über den Maler Bonnard und seine Muse Marthe konzentriert sich auf die mysteriöse Frau und ist trotz thesenhafter Momente ein buchstäblich malerischer Film.
Statt der gewünschten ukrainischen Flüchtlingsfamilie kommt eine syrische in ein bretonisches Dorf, was Konflikte nach sich zieht, die leider arg konstruiert wirken: In ihrer satirischen Komödie über Fremdenfeindlichkeit verstolpert sich Julie Delpy zwischen Komik und Drama.
Der letzte Film der Agentenserie gerät durch Rückblenden und Erklärungen anfangs umständlich, feiert aber in haarsträubenden Actionszenen erneut die analoge Körperlichkeit ihres Helden – und ist mit ihrem Drive und Einfallsreichtum insgesamt ein würdiger Abschluss der vielleicht erfolgreichsten Actionserie aller Zeiten.
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Ethan Hunt sagt Ciao. In diesem Monat kommt der letzte Film der »Mission: Impossible«-Reihe ins Kino: »The Final Reckoning«. Birgit Roschy meint: Tom Cruise hat die Action selbst zur Kunstform gemacht.
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John Magaro ist Spezialist für die feinen Töne, ein Schauspieler, der oft ganz hinter seinen Rollen verschwindet und mit kleinen und persönlichen Filmen genau seine Nische gefunden hat.
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»100 Jahre Einsamkeit« als Netflix-Serie. Gabriel García Márquez hatte sich stets gegen eine Filmadaption gewehrt. Vielleicht ja zu unrecht.
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Die Miniserie »A Very Royal Scandal« zeichnet die Entstehung und die Folgen eines für Prinz Andrew letztlich fatalen BBC-Interviews nach.
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»Joy« ist eine Hommage an jene drei Pioniere, die unter Anfeindungen die bahnbrechende Prozedur der künstlichen Befruchtung entwickelten.
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Er war das strahlende, jungenhafte Gesicht der britischen RomCom. Jetzt zeigt Hugh Grant, wie man auf unterhaltende Weise altert.
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»Get Millie Black« ist ein düsterer Jamaikakrimi nach einem Drehbuch des preisgekrönten Schriftstellers Marlon James: eine Ex-Scotland-Yard-Agentin geht in Kingston auf die Suche nach einem verschwundenen Teenager.
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Ein weiteres Glanzstück im Repertoire des ambitionierten Streaming-Anbieters Apple TV+: In Alfonso Cuaróns »Disclaimer« spielt Cate Blanchett eine Frau, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
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In »Forever Young« war sie eine naive Jungschauspielerin, in »Mein fabelhaftes Verbrechen« ein platinblondes Starlet. Und sowieso sind da diese Bardot-Vibes. Aber Nadia Tereszkiewicz ist ziemlich gut darin, Klischees durchs MeToo-Raster zu filtern. Erst recht in ihrem neuen Film »Rosalie«.



