Amine Bouhafa

Musik für:

Lakonisches Epos und wilder Genremix der Nasser-Zwillinge, der die Vergangenheit in Gaza geschickt mit der Gegenwart verwebt – mit filmischen Reflexionen und schwarzem Humor.
Der in Venedig ausgezeichnete Hybridfilm über das in Gaza getötete palästinensische Mädchen Hind Rajab ist unmittelbar ergreifend, zugleich aber auch ein Beleg dafür, welche Probleme in der Wahl der inszenatorischen Mittel stecken.
Eine junge Sudanesin, vor dem Bürgerkrieg geflüchtet, versucht in Kairo, mit Stundenjobs als Pflege- und Reinigungskraft über die Runden zu kommen. Die Gleichförmigkeit ihres Arbeitsalltags und ihre weitgehende Isolation werden durch kriminelle Verwicklungen ebenso wie durch ein Abgleiten in surreale Tagträume aufgebrochen. Eindrucksvolles Regiedebüt.
Einfühlsames, elegant gefilmtes Drama über eine junge lesbische Muslimin, die zerrissen ist zwischen ihrer Sexualität und ihrem Glauben – nach dem autofiktionalen Roman von Fatima Daas.
Auf konventionelle Weise wirkungsvolles Drama, das 60 Jahre palästinensischer Fluchterfahrung durch die Perspektive einer Familie filtert – und unterm Strich ein merkwürdig apolitisches, einseitiges Geschichtsbild entwirft.
Die hochemotionale und kunstvoll inszenierte Dokufiktion will die Traumata einer tunesischen Mutter und ihrer vier Töchter ergründen, die in den Generationen weitergegeben werden.
Eine Prophezeiung besagt, dass der im Südsudan lebende Muzamil mit 20 sterben wird. Regisseur Amjad Abu Alala erzählt in seinem Debüt eine Emanzipationsgeschichte, die zugleich Freiheitsparabel ist für die Menschen, die sich gegen den Autokraten Umar al-Baschir gestellt haben.
Die im Titel angesprochene Recherche nach der legendären ägyptischen Sängerin Kulthum ist nur Vorwand für die US-iranische Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat, in einer wenig inspirierten Film-in-Film-Geschichte um sich selbst zu kreisen
Drei Geschichten aus dem muslimischen Teil von Beirut sollen einen Einblick in die alltäglichen Lebens- und Liebesnöte gläubiger Männer und Frauen geben. Bedauerlicherweise kommt der libanesische Filmemacher Assad Fouladkar in »Liebe Halal« kaum über kulturelle Klischees und platte Gags hinaus