Gerhard Midding

Es gibt Selbstverständlichkeiten, die so banal sind, dass man immer wieder an sie erinnern muss. Eine dieser unbestreitbaren, verschütteten Wahrheiten lautet: Ohne Drehbücher gibt es weder Kino- noch Fernsehfilme, weder Comedyshows noch Videogames. In gewissen Fernsehformaten bedarf sogar die Realität eines Skriptes. Auch die morgige Gala, bei der der Deutsche Fernsehpreis verliehen wird, wird nicht ohne Autoren auskommen, die Conférencen, Moderationen und Laudationes schreiben.

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Im neuen Film von Paul Thomas Anderson, »Der seidene Faden«, kommt sie endlich ganz groß raus – und stiehlt fast dem Großmeister Daniel Day-Lewis die Schau: die Luxemburgerin Vicky

Shape of Water

Genre-Maestro Guillermo del Toro erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer stummen Frau und einem menschenähnlichen Wasserwesen als fantastisches Märchen für Erwachsene – eine Mischung aus Genre-Hommage und moralischem Gleichnis. »Shape of Water« ist hervorragend gespielt und mit souveräner Leichtigkeit inszeniert

Der seidene Faden

Zehn Jahre nach »There Will Be Blood« haben Paul Thomas Anderson und Daniel Day-Lewis mit »Der seidene Faden« ein weiteres Meisterwerk geschaffen, das allerdings nicht ohne Vicky Krieps denkbar ist. Die 50er-Jahre-Romanze zwischen einem neurotisch-genialen Modeschöpfer und einer selbstbewussten Frau wird zum Beziehungsdrama und sogar zum Thriller. Eine vielschichtige Reflexion über Macht und Liebe – und eine seltene visuelle Pracht

Film des Monats Februar »Three Billboards Outside Ebbing, Missouri«

Kühne Mischung aus tiefschwarzer Komödie und gefühlvollem Drama: Aus Wut über die ungesühnte Ermordung ihrer Tochter versetzt eine Mutter eine ganze Kleinstadt in Aufruhr. Dank Frances McDormand, Woody Harrelson und Sam Rockwell ist das großes Schauspielerkino, in seiner überreizten Dramaturgie aber auch angeberisch

"Was tut sich?" mit Daniel Wild

am Mi., 28.02. in Frankfurt am Main – epd-Film-Redakteur Rudolf Worschech spricht mit Daniel Wild über seinen Film »Lux – Krieger des Lichts«

Bert-Donnepp-Preis an epd Film-Autor Georg Seeßlen

Das Internetportal »Übermedien« und der Publizist Georg Seeßlen erhalten in diesem Jahr den Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik. Die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali erhält eine besondere Ehrung für ihr Engagement gegen Hatespeech und Diskriminierung

Berlinale

15. bis 25. Februar, Berlin – Mitte Februar wird die Bundeshauptstadt wieder zehn Tage lang zum Zentrum des globalen Filmgeschehens. Die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin warten mit Tom Tykwer als Jury-Präsidenten, mit Gus Van Sants »Don't Worry, He Won't Get Far on Foot« und mit der Weltpremiere von Wes Andersons »Isle of Dogs – Ataris Reise« als Eröffnungsfilm auf. Auch die »Woche der Kritik«, die neben einem Filmprogramm den Fokus auf die lustvolle Auseinandersetzung mit Film und Kino als Institution setzt, findet in diesem Zeitraum statt: vom 14. bis zum 22. Februar

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