News

25.02.2020
Jens Balkenborg
»Favolacce« ist eine bitterböse Satire ohne klassische dramaturgische Linien und wirklichen empathischen Anker.
25.02.2020
Ulrich Sonnenschein
Das wirklich feministische Kino fasziniert beide Geschlechter. In ihrem Film »Never rarely sometimes always« erzählt die Amerikanerin Eliza Hittman von zwei jungen Mädchen, die aus dem ländlichen Pennsylvania nach New York aufbrechen, um mit einer ungewollten Schwangerschaft zurechtzukommen, von der die konservative Familie nichts erfahren darf.
25.02.2020
Jens Balkenborg
Da wird es auch im Kinosaal kalt! Meterhoher Schnee, der Wind pfeift, die Huskys jaulen. Und die unwirtliche Berglandschaft ist markant und zerfurcht wie das Gesicht von Willem Dafoe.
25.02.2020
Harald Mühlbeyer
»Bardelys the Magnificent« ist in Mantel- und Degen-Stummfilm, den King Vidor zunächst als Komödie der Pikanterien inszeniert, inklusive witziger Zwischentitel.
24.02.2020
Ulrich Sonnenschein
Das Personal in »Effacer l'historique« ist einem merkwürdig selbstverschuldeten Präkariat entnommen, das sich selbst noch als Mittelschicht wahrnimmt, aber völlig verschuldet nicht mehr davon profitieren kann.
24.02.2020
Jens Balkenborg
»Le sel des larmes« verspricht so vieles. In betörender Schönheit knistern die Schwarz-Weiß-Bilder von Kameramann Renato Berta über die Leinwand, auch inhaltlich flirtet der Film mit dem klassischen französischen Erzählkino. Aber der Ärger überwiegt.
24.02.2020
Harald Mühlbeyer
Eine hervorragende Gelegenheit, Kirk Douglas zu feiern! Er strotzt vor Charisma und rauem Charme in diesem Western, in dem Douglas als Cowboy Dempsey erstmal als Hobo unterm Güterwaggon zu sehen ist. Raubeinig geht er mit »Kid« Jeff um, den er hier trifft, ein Jüngelchen, ein Möchtegern-Cowboy, den Demps unter seine Fittiche nimmt. 
24.02.2020
Sabine Horst
Im Berlinale-Wettbewerb sehnt sich Christian Petzolds »Undine« nach der wahren Liebe. Und das deutsch-russische Drama »Persischstunden« zeigt einen KZ-Offizier, der eigentlich lieber ein Restaurant aufmachen möchte. Eindrücke vom Festival-Wochenende
24.02.2020
Silvia Hallensleben
Der Film »Todos os mortos« (Regie: Caetano Gotardo, Marco Dutra) aus Brasilien, ein interessanter wenn auch ein bisschen bieder geratener Versuch, die Widersprüche der Zeit kurz nach dem Ende von Sklaverei und Monarchie an der familiären Situation zweier Familien zu erzählen, die von unterschiedlichen Seiten in das System involviert waren: Den Besitzern einer Kaffeeplantage, die trotz verbalem Beschwören des Fortschritts ihre Verstörungen über die neue Zeit nicht verbergen können. Und ihren ehemaligen Sklaven, die sich jetzt auf dem freien Markt ihren Broterwerb suchen müssen.
24.02.2020
Jens Balkenborg
»One of These Days« ist Gesellschaftsporträt, Satire, Psycho- und Soziagramm. Zutiefst menschliches und zugleich erschreckendes Kino. Ein Highlight der Berlinale bisher.