News

01.03.2020
Ulrich Sonnenschein
Dieses Jahr war kein gewöhnliches Berlinale-Jahr. Denn ein Jubiläum und ein neues Leitungsduo, das ist schon etwas besonderes. Sollte man das nicht irgendwie merken?
01.03.2020
Silvia Hallensleben
Von den preisgekrönten Filmen habe ich keinen einzigen gesehen, von mir favorisierte haben keine Preise gewonnen. Deswegen wollte ich wenigstens heute nachmittag noch »Irradiés« über das Nach-Diktatur-Kambodscha von Rithy Panh im Berliner Festspielhaus angesehen.
01.03.2020
Sabine Horst
Mit den Bären für die iranische Moral- und Gesellschaftsstudie »There Is No Evil« und das US-amerikanische Drama »Never Rarely Sometimes Always« hat eine krisengeschüttelte Berlinale zu einem würdigen Abschluss gefunden
01.03.2020
Silvia Hallensleben
Doch nicht aus Not sehe ich gleich zum zweiten Mal »Was bleibt« im Delphi. Sondern einmal, weil ich diese Berlinale bisher in keinem einzigen Film in diesem Kino war, welches für mich das Forum symbolisiert: Reine Nostalgie – und Erinnerung an selige Zeiten als bloße Filmenthusiastin ohne Verpflichtungen.
29.02.2020
Harald Mühlbeyer
Glaubt man, dass Gary Cooper ein feinfühliger Intellektueller ist, ein Poet der Worte? Man soll es auch gar nicht glauben. Man soll im ersten Drittel von »The Wedding Night« glauben, dass der Schriftsteller Tony Barrett, den Cooper hier gibt, nur so ein eitler Schreiberling ist, dem das Wichtigste im Leben Scotch ist; das Zweitwichtigste Eis.
29.02.2020
Harald Mühlbeyer
Welch ein subtiler und eindrücklicher Stimmungsmaler King Vidor war, zeigt wie kein anderer der Filme, die ich auf der diesjährigen Retrospektive kennenlernen durfte, sein später Stummfilm »The Crowd« von 1928. Eines der großen Vidor-Werke, der Film wird in ungefähr jedem der Essays im Bertz+Fischer-Retro-Begleitband erwähnt.
29.02.2020
Ulrich Sonnenschein
Nicht nur die Filme von Abbas Kiarostami oder Jafar Panahi prägen den Ruf, den der Iran als Filmland trotz Zensur und drastischer Drangsalierung von Filmemachern immer noch hat, sondern auch die von Palais ehemaligem Mitarbeiter Mohammad Rasoulof.
28.02.2020
Frank Arnold
An diesen Film hatte ich höchste Erwartungen. Der Vorgängerfilm des iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof, »A Man of Integrity«, hatte 2017 beim Festival von Cannes Premiere, der Regisseur war anwesend. Doch zur deutschen Premiere beim Filmfest in Hamburg (wo er und seine Familie zeitweise lebten) wurde ihm fünf Monate später die Ausreise verweigert.
28.02.2020
Silvia Hallensleben
Langsam löst sich schon wieder alles auf, viele Abreisen, auf der Straße vor dem CinemaxX übernehmen abhängende Schulklasssen das Feld der Kinogänger und Filmjournalisten.
28.02.2020
Barbara Schweizerhof
Damit hebt sich die Berlinale ab vom restlichen öffentlichen Geschehen, in dem Empörung die Währung der Stunde ist. Im Vordergrund standen in diesem Jahr die Filme – und weniger das Elend der Welt, das sie in den Blick nehmen