Valeria Golino

Regisseur/in von:

Angesichts ihres Themas – der schwierigen Annäherung zweier entfremdeter Brüder, nachdem bei dem älteren ein Tumor entdeckt wurde – mutet der Titel von Valeria Golinos zweiter Regiearbeit paradox, ja leichtfertig an. Aber sie löst ihn mit großer Sensibilität ein. Ihre exzellent besetzte (Valerio Mastandrea, Riccardo Scarmarcio) Tragikomödie schlägt poetische Funken aus der Konfrontation unterschiedlicher Lebensauffassungen, bei der Schmerz und Trauer nicht das letzte Wort behalten

Drehbuchautor/in von:

Angesichts ihres Themas – der schwierigen Annäherung zweier entfremdeter Brüder, nachdem bei dem älteren ein Tumor entdeckt wurde – mutet der Titel von Valeria Golinos zweiter Regiearbeit paradox, ja leichtfertig an. Aber sie löst ihn mit großer Sensibilität ein. Ihre exzellent besetzte (Valerio Mastandrea, Riccardo Scarmarcio) Tragikomödie schlägt poetische Funken aus der Konfrontation unterschiedlicher Lebensauffassungen, bei der Schmerz und Trauer nicht das letzte Wort behalten

Produzent/in von:

Die distanzlose und substanzarme Beweihräucherung des New Yorker Malers Julian Schnabel durch den befreundeten Filmemacher Pappi Corsicati lohnt lediglich als Materiallager

Als Schauspieler/in:

Die im späten 18. Jahrhundert angesiedelte Liebesgeschichte zwischen einer Malerin und ihrem Modell ist trotz einer gewissen Überfrachtung eine buchstäblich bildschöne Komposition, deren Sinnlichkeit und Aussagekraft lange nachhallt
Eine blinde Ostheopatin erweicht in Silvio Soldinis Film »Die verborgenen Farben der Dinge« einen ichbezogenen Werbefachmann. Filmische Eleganz und glaubwürdiges Spiel von Valeria Golino werden von einer unnötigen Schwere zurückgehalten
Auf Sardinien kämpfen Adoptivmutter und leibliche Mutter um die Gunst der Tochter. Laura Bispuri zeigt eine weibliche Befreiungsgeschichte, »Meine Tochter – Figlia Mia« ist gleichsam ausgereiztes Melodram und magischer Inselfilm
Das »süße Leben« floriert, mit Kollateralschäden ist zu rechnen. So lautet die Botschaft des neuen italienischen Films »Die süße Gier«, der ähnlich wie sein Vorgänger »La grande bellezza« an das alte italienische Kino anknüpft
Die Figuren in Giuseppe Piccionis Filmen treibt stets ein Gefühl des Ungenügens um. Auch diesmal verleiht er ihm mit melodramatischem Elan und elegischer Glätte Ausdruck: Die Begegnung zwischen einem Schriftsteller und einer Schwimmlehrerin mit dunkler Vergangenheit erzählt vom Glück und Verhängnis des Zögerns
Hervorragend gespielt und klug inszeniert, erzählt »Stilles Chaos« von einem Mann, der den Tod seiner Frau verarbeiten muss: Ein überaus ruhiger, von sanfter Ironie akzentuierter Film, dem es gelingt, das Poetische im Alltäglichen sichtbar zu machen