Terry Stacey

Kammeramann/frau von:

In Christian Gudegasts Action-Thriller »Criminal Squad« regieren die männlichen Hormone, wobei die Hahnenkämpfe der aufgeplusterten Kerle immer wieder die Grenze zur unfreiwilligen Karikatur übertreten. Gesprochen wird meist mit zusammengebissenen Zähnen oder weit aufgerissenem Raubtiergebiss. Bleigesättigtes Macho-Geplänkel, das vor lauter Breitbeinigkeit kaum laufen kann
Mit seiner epischen Erzählung macht Lasse Hallströms gediegene Bestselleradaption »Bailey – Ein Freund fürs Leben« deutlich, warum das Leben hundsgemein sein kann
Liza Johnson entwickelt in ihrem kleinen, feinen Film »Elvis & Nixon« keine ambitionierten Biografien, sie macht vielmehr aus der tatsächlich stattgefundenen Begegnung zwischen dem King des Rock'n'Roll und dem Schurkenpräsidenten eine absurde Komödie über amerikanische Mythen und Bilderwelten. Mit Michael Shannon als verstörendem Elvis
Die Disney-Verfilmung des populären Bilderbuchs setzt statt Charme eher auf routinierte Situationskomik, kann aber dank seines Darstellerensembles um Steve Carell und Jennifer Garner überzeugen
Auch die geballte Macht einer selten hochkarätigen Besetzung – Jane Fonda, Jason Bateman, Tina Fey, Corey Stoll, Timothy Olyphant, Adam Driver, um nur einige zu nennen – kann diese flache Verfilmung eines bereits nicht sehr tiefsinnigen Romans über den Tod eines Familienpatriarchen retten
Eine junge Frau beginnt in einer Kleinstadt an der Küste von North Carolina ein neues Leben, über das sich aber schon bald die Schatten der Vergangenheit legen. Mit seiner zweiten Nicholas Sparks-Verfilmung wandelt Lasse Hallström auf der Grenze zwischen Melodram und Thriller und weckt dabei sogar Erinnerungen an Alfred Hitchcock und Vincente Minnelli
Der ultimative Hangover. Einem jungen Mann aus Seattle wird Krebs diagnostiziert. Die großartig besetzte und geschmackssichere Komödie »50/50« über eine fragile, suchende Männergeneration nützt letztendlich ihr Potenzial nicht aus und bleibt allzu konventionell
Der Filmtitel »Lachsfischen im Jemen« legt keine falsche Spur aus: Das Unmögliche soll wahr werden. Die anfangs flotte Komödie über die Wohltaten der Exzentrik bringt jedoch bald nur noch den Elan auf, eine handelsübliche Romcom zu sein
Love at first sight vor traumhafter Südstaatenkulisse – wenn da nicht all die marginalen Probleme wären. Amanda Seyfried und Channing Tatum versuchen ihr Bestes unter der Regie von Lasse Hallström, der einen Roman von Nicholas Sparks adaptierte. Einen Trost haben wir: Es gibt Schlimmeres, etwa »Mit dir an meiner Seite«