missingFILMs

Im Verleih:

Alice Tulli montiert Szenen des alltäglichen Sexismus in Italien zu einem sehenswerten, doch argumentativ eher unausgegorenen Panorama der Groteske: »Normal«
Gerd Conradt diskutiert mit Protagonisten aus Kunst, Politik und Wissenschaft die zweifelhaften Methoden der digitalen Gesichtserkennung. »Face_It!« ist ein Gedanken anregender, kritischer und politisch wichtiger Film, der teils unnötig pädagogisch daherkommt
Henbrika Kull erzählt in ihrem Abschlussfilm die Geschichte einer Liebe über Gefängnismauern hinweg. In seinem dokumentarischen Stil aber bleibt »Jibril« etwas zu ausschnitthaft
Muayad Alayan erzählt die Geschichte einer jüdisch-palästinensischen Mesalliance in Jerusalem mit viel Sinn für Zwischentöne: »Der Fall Sarah & Saleem«
Auf der Grabstätte 35 des französischen Friedhofs von Casablanca liegen die sterblichen Überreste von Christine Caravaca, deren Existenz von den Eltern jahrzehntelang verschwiegen wurde. Ihr Bruder Éric versucht mit liebevoller Unerbittlichkeit, das Schweigen zu brechen. Mit seinem ersten Dokumentarfilm ist dem französischen Schauspieler eine Studie über Verdrängung und Befreiung gelungen, die an Tabus rührt, sich aber durch inszenatorische Diskretion auszeichnet
In einem munteren Mix aus Dokumentation, historischem Exkurs und heiter-frivolem Reenactment nähert sich Rosa von Praunheim hier der Frage, was die Dichterfürsten Goethe und Schiller über ihre literarische Seelenverwandtschaft hinaus verband: »Männerfreundschaften«
Nach dem Tod seines Geliebten sucht ein Berliner Konditor die Nähe von dessen in Jerusalem lebender Witwe. Ungewöhnliche Dreiecksgeschichte mit einem untrüglichen Gespür für die Zwischentöne des Lebens: »The Cakemaker«
In einem guten Film über die Mafia muss das Wort nie ausgesprochen werden: Aschenputtel in einem zwischen den Epochen schillernden Neapel, das zerrissen ist zwischen Drogenhandel und Fortschritt – als Animation: »Cinderella the Cat«
»Warten auf Schwalben« ist ein Episodenfilm aus Algerien, der das Motiv der Suche von den einzelnen Protagonisten auf die Gesamtsituation des Landes überträgt. Die Stimmung bleibt karg, staubig und hoffnungslos
Der zunehmende Fremdenhass lässt eine junge, kluge Muslima in Amsterdam in den radikalen Islam flüchten. »Layla M.« ist ein behutsam erzählter und beklemmender Film über eine junge Muslima auf der Suche nach der eigenen Identität