Katharina Wöppermann

Production Designer/in von:

Im Österreich der späten 50er Jahre reibt sich ein Zwölfjähriger erst am strengen Patriarchat seines Vaters, dann am Diktat eines katholischen Internats. Schrill-schräge, gleichwohl mit großem Aufwand produzierte Adaption von André Hellers autobiografisch gefärbtem gleichnamigen Buch »Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein«
Christian Froschs filmische Rekonstruktion des Kriegsverbrecherprozesses gegen den »Schlächter von Vilnius« von 1963 deckt die Lügen auf, die in Österreich über Jahrzehnte als Wahrheit ausgegeben wurden: »Murer – Anatomie eines Prozesses«
Vielschichtiges, hervorragend gespieltes und inszeniertes Drama um die blinde Pianistin Maria ­Theresia Paradis ­(Maria Dragus) und ihre Begegnung mit dem »Magnetiseur« Franz Anton Mesmer ­(Devid Striesow): »Licht«
Mirjam Ungers Romanadaption »Maikäfer, flieg!« erzählt vom Kriegsende in Wien im Jahr 1945 und einer Welt, die aus den Fugen ist. Der Film kontrastiert schlüssig die Welt der Erwachsenen mit der der Kinder
Jessica Hausner beschreibt in ihrem introvertierten Film anschaulich die soziale Kälte im Umfeld von Heinrich von Kleist und Henriette Vogel, die 1811 zu deren Doppelselbstmord führte
Zwei Männer, eine Frau: Florian Flicker erzählt eine vorhersehbare Dreiecksgeschichte, in einer Landschaft voller Geheimnisse, die zum Hauptprotagonisten wird
Frauke Finsterwalder malt in ihrem hochkünstlichen Heimatfilm »Finsterworld« ein Deutschlandbild, das zugleich satirisch, surreal, poetisch und politisch sein soll. Die szenischen Miniaturen sind von ganz unterschiedlicher Qualität
Die aus dem Iran stammende Video- und Fotokünstlerin Shirin Neshat lässt in ihrem Kinodebüt »Women without Men« vier Frauen im Teheran des Jahres 1953 auf je ganz eigene Weise an den Verhältnissen scheitern und in Schönheit untergehen