Simon Blasi

Cutter/in von:

Der erste von einer Frau gedrehte und geschriebene Spielfilm aus dem Sudan bietet Einblicke in weibliche Lebenswelten. Die Erfahrungen dreier Generationen werden in Beziehung gesetzt und vor dem Hintergrund der kolonialen Vergangenheit sowie der kulturellen und wirtschaftlichen Umwälzungen der Gegenwart beleuchtet. Ein poetisch dichter Film, der Lebensfreude ausstrahlt und Hoffnung gibt.
Eindringlich und ohne Pathos inszeniert Adrian Goiginger die Geschichte einer jungen Frau und Mutter, die bei einem Verkehrsunfall ihre Familie verliert und sich unkonventionell zurück ins Leben kämpft – mit einer großartigen Valerie Pachner.
In seinem dritten Film verarbeitet Adrian Goiginger die Kriegserlebnisse seines Urgroßvaters: wie sich in der Beziehung zu einem Fuchs eine Vater/Sohn-Relation spiegelt. Eindringlich in Szene gesetzt.
Die wahre Geschichte des 19-jährigen Deutschtürken Murat Kurnuz, der nach dem 11. September in Pakistan aufgegriffen und fünf Jahre lang in Guantanamo festgehalten wird, obwohl ihm keinerlei Verbindungen zum islamistischen Terrorismus nachgewiesen werden können, erzählt dieser Film auf angenehm nüchterne Weise als Psychoduell zwischen einem Mann, der aus seiner Unschuld seinen Überlebenswillen bezieht, und dem ihn verhörenden amerikanischen Beamten
Widerstand und Anpassung in der DDR als grobe Muster: Alexander Fehling und August Diehl spielen zwei Freunde, die im Gefängnis beziehungsweise bei der Stasi landen, bevor der Mauerfall den Richtigen recht gibt
Eine deutsche Bergsteigerin betätigt sich als Fluchthelferin für tibetische Kinder. Schlichtes Wellness-Weltrettertum, das die Zweifel am eigenen Gut-Böse-Schematismus, die an zwei Stellen sogar geäußert werden, nicht in die schlichte Form integrieren kann
Der Film schildert das Aufeinandertreffen einer Touristin, eines afrikanischen Flüchtlings und eines Polizisten am Kanarischen Inselstrand; psychologisierend, aber mit interessanten Abweichungen im Gut-Böse-Schema und mit fabelhaften Schauspielern