Jonas Nay

Als Schauspieler/in:

Der Jude Gilles gab sich als Perser aus, um nicht erschossen zu werden; nun muss er im KZ einem SS-Mann Farsi beibringen. Weil er die Sprache gar nicht beherrscht, erfindet er ein Idiom. Mit Respekt für die Opfer inszeniert Perelman vielfache Perspektivwechsel in einer unheroischen Überlebensgeschichte, die dem Erinnern als Leitmotiv folgt
Ein in Deutschland lebender Syrer macht sich auf die Suche nach seinem im Bürgerkrieg verschwundenen Bruder. Randa Chahouds Kinodebüt hat gute Absichten, gerinnt aber zu einer überfrachteten, wilde Haken schlagenden Geschichte, die etwas plump auf dramatische Effekte abzielt
Erste Liebe vor dem Hintergrund von Nazigräueln und Krieg. Ein sattsam bekanntes Motiv, das die Fallen des Melodramatischen und der Rührseligkeit birgt. Michal Rogals­kis besonnen inszenierter Film entkommt diesen nicht nur, er setzt Mitgefühl mit authentischen Charakteren dagegen und zeigt die Wirksamkeit struktureller Gewalt
Burhan Qurbani rekonstruiert mit fabelhaften Darstellern die fremdenfeindlichen Exzesse 1992 in Rostock-Lichtenhagen in einem fiktiven Rahmen: kunstvoll, nuanciert und sensibel
Aus der Perspektive eines Sohnes erzählt Christian Bach in »Hirngespinster« sehr wahrhaftig von Selbstlügen, Scham, Misstrauen und Vorurteilen im Umgang mit Schizophrenie

Weitere Inhalte zu Jonas Nay

Meldung
Jonas Nay, 29, Schauspieler, hat eine Ausbildung als Filmkomponist und eine Band; wurde bekannt mit der Serie »Deutschland 83«. »Nur ein Augenblick« startet am 13.8. Demnächst ist er in »Persischstunden« zu sehen
Tipp
»Das Traumschiff«, die »Lindenstraße« und die »Schwarzwaldklinik« – das war mal der Inbegriff bundesrepublikanischer Serienkultur. Doch da hat sich in den letzten Jahren in den Anstalten einiges verändert. Über die "neuen Deutschen": »Weissensee« | »Deutschland 83« | »Die Stadt und die Macht«
Blogeintrag
Die Berlinale folgt dem Trend und zeigt Serien – in einer neuen Special-Reihe. Neben prominenten internationalen Produktionen sind auch zwei einheimische dabei. Am ersten Tag stellte Edward Berger »Deutschland 83« vor, ein Politepos, das in die Zeit von Pershing II und Nena zurückführt