Inka Friedrich

Als Schauspieler/in:

Remake eines spanischen Erfolgsfilms, der die vom französischen Hit »Monsieur Claude und seine Töchter« inspirierte Idee des Konflikts von Brautvater und Schwiegersohn in eine etwas laue deutsche Komödie übersetzt. Lediglich das Trio der Hauptdarsteller, Jürgen Vogel, Heiner Lauterbach und Hilmi Sözer rettet den Film vor dem vollständigen Abgleiten
Krebs, gestreut, inoperabel, unheilbar, unfassbar. Statt deprimierender Chemo setzt die sechzehnjährige Steffi erstmal auf neue Lebenserfahrungen. Die tröstliche Essenz der realen, tragischen Ereignisse haben die Autoren und Regisseur André Erkau zu einer kinoträchtigen Geschichte umgedeutet, deren Carpe Diem-Lebensphilosophie nicht nur Totgeweihte inspiriert
Von einigen Einschränkungen abgesehen, gelingt Jakob M. Erwa mit seiner stilsicheren Steinhöfel-Adaption »Die Mitte der Welt« ein großer Wurf
Bernd Sahling erzählt die Geschichte eines Zehnjährigen, der an ADHS leidet. Das geht nicht immer ganz ohne Klischees ab
Schwaben gegen China, von Hannes Stöhr mit routinierter Hand inszeniert – nicht als Wirtschaftskrimi, sondern als komödiantisch-melodramatische Wohlstandsfamiliengeschichte, bei dem Arbeiter nur als Statisten im Hintergrund vorkommen
Romantische Teenie-Komödie nach Wunschtraum-Muster: 17-jährige Gymnasiastin verliebt sich in einen netten Jungen, der Popstar ist. Freilich ist sie kein Groupie und liebt den Jungen, nicht den Star. Regisseur Marc Rothemund bedient das auf »bravosüchtige Kreisch-Teenies« abzielende Genre, zeichnet aber seine Figuren mit so viel Charme und Witz, dass auch Zuschauer jenseits der Zielgruppe ihr Vergnügen haben
Andreas Dresen setzt sich nach »Halbe Treppe« wieder einmal überzeugend mit der Nachwendezeit im Osten auseinander: als behutsamer Chronist von Alltagssituationen, so unprätentiös nah am Leben wie kaum ein anderer zeitgenössischer deutscher Regisseur: »Sommer vorm Balkon«