Georg Friedrich

Als Schauspieler/in:

In dem typischen Midlife-Crisis-Film »Der Hund begraben«, der die Ersetzbarkeitsängste seines bürgerlichen Antihelden thematisiert, hält sich Sebastian Stern an abgegriffenen Mittelklasseklischees und einem wenig subtilen Plot fest
Mit stoischer Zielstrebigkeit erkämpft sich eine Ukrainerin ihren Traum vom eigenen Frisiersalon. In seinem Spielfilmdebüt »Marija« destilliert Michael Koch das berührende Porträt einer Kämpferin aus einer sozialrealistischen Milieustudie im Dortmunder Migrantenkiez Nordstadt
Dem ehemaligen Großkritiker Georg Endl gerät sein Leben durcheinander. Josef Hader hat mit »Wilde Maus« seinen ersten Film als Regisseur gedreht, eine schwarzhumorige Komödie. Wer den Kabarettisten und Schauspieler bisher mochte, wird auch diesen Film lieben
Mit »Aloys«, seinem Porträt eines Privatdetektivs, der das Beobachten zu seiner einzigen Lebensaufgabe erhoben hat, legt Tobias Nölle ein bemerkenswertes Spielfilmdebüt vor
In ihrer dritten Regiearbeit »Wild« erzählt Nicolette Krebitz von einer düster-märchenhaften Amour fou zwischen einem Wolf und einer jungen Frau, die die Grenzen zwischen Menschlichem und Animalischem, zwischen Zivilisation und Wildnis zersetzt
Ein Kleinkrimineller flüchtet vor einem Syndikat, dem er Geld schuldet, und landet bei einem alten Psychoanalytiker, der keinen Frieden mit seiner Vergangenheit schließen kann. Das klingt fast wie der Anfang eines misslungenen Witzes. Doch in Benjamin Heisenbergs wunderbar unkonventioneller Komödie »Über-Ich und Du« gelten andere Regeln
In seinem zweiten Spielfilm »Stereo« entfesselt Maximilian Erlenwein zusammen mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu ein labyrinthisches Spiel mit Identitäten, einen finster brütenden Psychotrip, in dem mit dem Helden auch der Zuschauer um existentielle Orientierung ringt
Nach dem Roman von Daniel Kehlmann: die Biografien der beiden Wissenschaftler Gauß und Humboldt als historischer Bilderbogen, dessen Tableaus zwischen Eindringlichkeit und Klamotte schwanken
Die Wege einer erschöpften Kleinfamilie kreuzen sich in einer langen Fahrt durch die Schweizer Nacht mit schrillen Kriminellen: Das Originaldrehbuch des Schweizer Autors Martin Suter verbindet authentische Beziehungsnöte mit überdrehter Gangsterklamotte
Sokurovs eigenwillige Goethe-Adaption zum Abschluss seiner Macht-Tetralogie zeigt Faust als burleske Schelmenfigur. Eine fiebertraumartige Literaturverfilmung über die gefährliche Macht der Ignoranz