Christine A. Maier

Kammeramann/frau von:

Vielschichtiges, hervorragend gespieltes und inszeniertes Drama um die blinde Pianistin Maria ­Theresia Paradis ­(Maria Dragus) und ihre Begegnung mit dem »Magnetiseur« Franz Anton Mesmer ­(Devid Striesow): »Licht«
Während zu Hause der Vater die Mutter zusammenschlägt, wartet draußen die erste Liebe auf die 13-jährige Johanna. Einfühlsam und unbestechlich blickt Kirsi Liimatainen in ein System, in dem Angst und Schweigen regieren – die Familie als Gefängnis. »Festung« ist eine beklemmende, doch nie hoffnungslose Studie über die Folgen häuslicher Gewalt
Inspiriert von einer realen Begebenheit, erzählt Sophie Heldman in ihrem DFFB-Abschlussfilm ebenso einfühlsam wie zurückhaltend von einem Paar, das sich nach 50 Jahren Ehe dazu entschließt, eine lange Liebe durch einen selbstbestimmten Tod zu retten
Jasmila Žbanić, deren Debüt »Esmas Geheimnis« mit einem Berlinale-Bären prämiert wurde, wählt sich für ihren zweiten Spielfilm ein brisantes Thema: den im Innern einer Liebesbeziehung aufbrechenden Konflikt zwischen »westlich-liberalem« und »religiös-fundamentalistischem« Lebensstil. Leider verspielt sie dieses Thema durch eine reichlich oberflächliche Figurenzeichnung
Eine leichthändige Etüde über die Liebe: Franz Müller erzählt in »Die Liebe der Kinder« vom Suchen, Finden und Verlieren derselben mit unsentimentaler, aber nicht unsympathischer Distanz