Britta Schmeis

Filmkritiken von Britta Schmeis

Elegant-betörendes Biopic über die Entstehung des monumentalen Orchesterstücks und seines Schöpfers Maurice Ravel – mit viel Charisma von Raphaël Personnaz verkörpert.
Atmosphärisch dicht, aber nicht wirklich schlüssig erzählt Gustav Möller in seinem zweiten Spielfilm ein Rachedrama, das er in einem Hochsicherheitsgefängnis ansiedelt – mit »Borgen«-Star Sidse Babett Knudsen.
Mit italienischer Grandezza und Schlitzohrigkeit erzählt Riccardo Milani von einem italienischen Bergdorf in den Abruzzen, das sich angeführt von zwei Lehrern gegen die Schließung der Schule stemmt. Eine charmante Gesellschaftskomödie.
Hyperrealistische, österreichische Satire über Superreiche, denen sich keiner in den Weg stellt, großartig und wie beiläufig gespielt und inszeniert.
Brave, blutleere Verfilmung von Arthur Schnitzlers gleichnamiger Novelle, in der Filmemacher Florian Frerichs keine eigene Deutung des vielschichtigen Stoffes gelingt.
Steriles und erzählerisch erst verwirrendes, dann langweiliges Familiendrama von »Forrest Gump«-Regisseur Robert Zemeckis mit Tom Hanks und Robin Wright digital verjüngt – und später gealtert.
Überdrehte Gesellschaftssatire über den Kampf der Geschlechter nach einem 50 Jahre alten Roman, die manchmal etwas zu viel will – mit einem großartigen Ensemble.
Inspiriert von einem realen Irrflug eines ­russischen Marschkörpers über Finnland Mitte der 1980er Jahre inszeniert die lappländische Regisseurin Miia Tervo eine ­poetisch-irrwitzige Tragikomödie und Emanzipationsgeschichte.
Solides Roadmovie über zwei sehr unterschiedliche Menschen und wie diese ihre Trauer bewältigen: sentimental, poetisch und manchmal ganz schön skurril.
Bedrückendes, großartig gespieltes Liebesdrama um ein junges Paar, das glaubt, mit wechselnden Machtpositionen vor allem beim Sex Rollenklischees zu überwinden.