While the Green Grass Grows

In seinem bislang persönlichsten Film begleitet Peter Mettler den Abschied von und das Sterben seiner Eltern. Dafür durchstreift er mit der Kamera die Natur, denkt in kunstvollen Einstellungen über den Tod nach und preist gleichzeitig das Leben, ohne in Kitsch abzugleiten.

Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst

In ihrem ersten Langfilm erzählt die Wiener Filmemacherin, Autorin und Punkmusikerin Marie Luise Lehner unaufgeregt wie einfühlsam von einer 12-Jährigen, die an ihrer »poshen« Schule mit Scham für ihre soziale Herkunft und die gehörlose Mutter konfrontiert wird. Ein berührendes Plädoyer für Offenheit und das Überwinden von Grenzen.

Das Verschwinden des Josef Mengele

Wie es dem Massenmörder Josef Mengele mehr als zwei Jahrzehnte gelang, in Südamerika unterzutauchen. Ein mutiger, kalt inszenierter Film ohne jede Sympathie für den Täter, den August Diehl mit Bravour spielt.

The Mastermind

Im Neuengland der siebziger Jahre plant ein unbedarfter Familienvater den vermeintlich perfekten Kunstraub und sieht sich mit unangenehmen Konsequenzen konfrontiert. Ebenso stilvolle wie kluge Mischung aus entschleunigtem Krimi und Gesellschaftskritik.

The Smashing Machine

Benny Safdies Biopic über den MMA-Pionier Mark Kerr besticht durch den respektvollen Blick auf einen martialischen Sport, vor allem aber durch Dwayne Johnsons herausragende Leistung in der Titelrolle.

Seid einfach wie ihr seid

Das als Found-Footage-Film getarnte Kammerspiel über die Zusammenführung einer dysfunktionalen Patchworkfamilie spielt mit Horrorelementen, punktet mit einem spielfreudigen Ensemble, dem Charme einer Massenkarambolage und der Ahnung, was Familie im besten Fall sein kann.

Reflection in a Dead Diamond

Das französische Regie-Duo und Ehepaar Hélène Cattet und Bruno Forzani arbeitet mit ihrem neuesten Film weiter an einem Kino der reinen Schaulust – diesmal im Gewand einer Eurospy-Hommage – und beweisen Qualitäten, die ihnen bisher eher abgesprochen wurden.

Nur für einen Tag

In einem genreübergreifenden Rahmen erzählt Amélie Bonnins Film von der Wiederbegegnung einer jungen Frau mit der französischen Provinz und ihrer Vergangenheit. Die Filmsprache erscheint auf kunstvolle Weise kunstlos, die Musik übernimmt eine zentrale Rolle.

Noch lange keine Lipizzaner

In ihrem ersten langen Dokumentarfilm verarbeitet Olga Kosanović ihre Erfahrungen mit dem Einbürgerungsverfahren in Österreich zu einem auch für Nicht-Ösis lehrreichen, bitter-humorigen und höchst unterhaltsamen Film.

Karla

Inspiriert von einem wahren Gerichtsfall erzählt Christina Tournatzés von Missbrauch und Gerechtigkeit. Elise Krieps in ihrer ersten großen Rolle ist sensationell.

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