Jackie (2016)

Pablo Larraíns raffiniert verschachtelter Film »Jackie« rekonstruiert die Woche nach dem Attentat auf John F. Kennedy aus der Sicht der von Natalie Portman grandios gespielten Witwe und schafft so kein konventionelles Biopic, sondern einen bewegenden Diskurs über Trauer und Erschütterung.

Sarahs Schlüssel (2010)

Eine Journalistin recherchiert das tragische Schicksal der 10-jährigen Jüdin Sarah und ihres Bruders nach der Razzia der Pariser Polizei 1942. »Sarahs Schlüssel« ist eine französische Romanverfilmung mit Feingefühl und Understatement.

Das reinste Vergnügen (2022)

How to Please a Woman, fragt die Australierin Renée Webster in ihrem Spielfilmdebüt, und erzählt mit liebenswertem Charme von der Gründung einer auf die erotischen Bedürfnisse der Kundinnen abgestimmten Reinigungsfirma und zugleich von der sexuellen Befreiung der Gründerin.

ZDF-Mediathek: »Mels Block«

In »Mels Block« aus der Redaktion »Das kleine Fernsehspiel« gibt es Mut zu Grautönen und überzeugende Charaktere im Rostocker Plattenbauviertel Groß Klein.

Disney+: »Alien: Earth«

Die aufwendige Serienversion »Alien: Earth« gibt dem Franchise spannende neue Impulse. Das Format hat aber auch erzählerische Nachteile: Es zerstört die »konzeptionelle Reinheit«.

Interview: Oliver Masucci über »The German«

Oliver Masucci, 1968 in Stuttgart geboren, wuchs der Sohn eines Italieners und einer Deutschen in Bonn auf und feierte erste Erfolge in TV-Serien und besonders im Theater. Von 2009 bis 2016 war er festes Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Einem breiten deutschen Publikum wurde er durch die Verkörperung von Adolf Hitler in David Wnendts Romanadaption »Er ist wieder da« (2015) bekannt, sein internationaler Durchbruch folgte 2017 mit der Netflix-Serie »Dark«. 2021 erhielt er für seine Verkörperung von Rainer Werner Fassbinder in Oska Roehlers Biopic »Enfant Terrible« den Deutschen Filmpreis.

MagentaTV: »The German«

Die Schöpfer der Serien »Fauda« und »Teheran« kreieren »The German«, einen Thriller über das traumatische Erbe der Holocaustüberlebenden.

Mubi: »Eight Postcards from Utopia«

Der rumänische Filmemacher Radu Jude und sein Co-Regisseur Christian Ferencz-Flatz kompilieren in ihrem Essayfilm »Eight Postcards from Utopia« Werbeclips aus der Zeit nach der Ceausescu-Diktatur.
Gerhard Midding

Im Frühjahr bahnte sich eine Kletterpflanze vorwitzig ihren Weg in das Gartenhäuschen, in dem ich schreibe, Filme schaue und Zigarren rauche. Das Geißblatt hatte eine winzige Lücke zwischen Dach und Fenster gefunden und stieß nun in den Innenraum vor wie das Tentakel eines freundlichen Ungeheuers.

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