Spirit in the Blood

Eine Vierzehnjährige zieht neu in eine kleine Gemeinde und begegnet im Wald einem Monster, das sich als allzu real erweist. Das gelungene Regiedebüt erzählt vom weiblichen Erwachsenwerden im Gewand eines Horrorfilms.

Spiders – Ihr Biss ist der Tod

Mit seinem Debüt gelingt Sébastien Vaniček eine furiose Variation des Spinnen-Horrormotivs, die über hundert Minuten eine nahezu unerträgliche Spannung erzeugt.

So This Is Christmas

Einfühlsamer Dokumentarfilm, der dem größten Fest christlicher Gesellschaften die Geschichten kleiner Leute entgegenhält und dadurch zu dem vordringt, was dem Kern dieses Festes sehr nahekommt.

Shambhala

Von sehr weit her, aus dem nepalesischen Himalaya, kommt diese nur vordergründig simple Geschichte. Die Suche einer Frau nach ihrem verschwundenen Mann bringt uns auf unaufdringliche Weise die spirituelle Praxis nahe, die diesen harschen Lebensraum am Dach der Welt bis in seine Ritzen erfüllt.

Die Rückkehr des Filmvorführers

Orkhan Aghazadeh gelingt ein vielschichtiger, einfühlsam erzählter und hervorragend fotografierter Film über den Traum vom und die Magie des Kinos, das in ein abgelegenes aserbaidschanisches Dorf zurückkehrt.

Riefenstahl

Mit einer Vielzahl an Material seziert die Dokumentation das Leben von Leni Riefenstahl und ihre Lügen hinsichtlich ihrer NS-Vergangenheit. Dabei eröffnet der Film einen wichtigen Diskurs über die Manipulation von Medien und Öffentlichkeit.

Red Rooms – Zeugin des Bösen

Subtiler Thriller, der mit der Fantasie des Zuschauers arbeitet und diesen zunehmend weiteren Irritationen aussetzt, dies aber leider in den letzten Filmminuten ein Stück weit zurücknimmt.

Neuigkeiten aus Lappland

Inspiriert von einem realen Irrflug eines ­russischen Marschkörpers über Finnland Mitte der 1980er Jahre inszeniert die lappländische Regisseurin Miia Tervo eine ­poetisch-irrwitzige Tragikomödie und Emanzipationsgeschichte.

Motel Destino

Eine Dreiecksgeschichte in der Hitze Brasiliens, die kriminelle und sexuelle Energien zum tropischen Neo-Noir kurzschließt. Mit knalliger Ästhetik zelebriert Karim Aïnouz ein verschwitztes, dabei erfrischend amoralisches Kino der Körper.

Martin liest den Koran

Zwischen exponiertem Paranoia-Modus und gewollter Theaterhaftigkeit schaukelt sich Jurijs Saules Film zu einem stilistisch subversiven und inhaltlich kontroversen Zwei-Personen-Kammerspiel hoch.

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