Berlinale

07.02.2015
Es gibt so manchen Menschenschlag, dem man auf der Leinwand lieber begegnet als im Leben. Es ist zweifellos behaglicher, sich beispielsweise mit Truffauts Kinofigur Adèle Hugo auseinanderzusetzen, als in der Realität mit solch heftiger Liebesbesessenheit konfrontiert zu werden...
07.02.2015
Der erste Film, den ich je trotz massiver Proteste am Eingang des Kinos gesehen habe, war »Fitzcarraldo«. Werner Herzog wurde seinerzeit, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, die Ausbeutung der indigenen Statisten sowie Raubbau an deren Lebenswelt vorgeworfen. Für solche und andere Vergehen leistet nun erfreulicherweise die neue Berlinale-Sektion "NATIVe" Abbitte...
07.02.2015
Starke Frauen, wilde Jugend, Beziehungen im Alter, neben der Vielzahl der Themen, die die Berlinale abdeckt, gibt es, mehr oder weniger freiwillig, in jedem Jahr auch merkwürdige Schwerpunkte...
07.02.2015
Der Berlinale ist ein Ort des Austausches. Ein Filmproduzent, den ich letztes Jahr traf, sagte auf die Frage, welcher Film ihm am besten gefallen habe, "zum Filmschauen komm ich hier gar nicht. Habe zu viele Termine"...
06.02.2015
Blut und Sand: Schön, wenn schon der Titel die Farb-Attraktion des Filmes andeutet. Aber abseits von blau-goldenen Stierkämpfer-Uniformen und roten Tüchern hat "Blood and Sand" ("König der Toreros", Rouben Mamoulian 1941) auch weitere unterhaltsame Qualitäten.
06.02.2015
Die starken Frauen sollen angeblich ja schon wieder das große Festivalthema sein, heißt es. Aber heißt es nicht jedes Jahr?
06.02.2015
Technische Entwicklung und ästhetische Wirkung, monopolistische Einflussnahme und flexible Farbgestaltung, Authentizität und Restaurierung, Musical und Western, Technicolor in Großbritannien und in Deutschland: Glorious Technicolor, der Begleitband zur diesjährigen Berlinale-Retrospektive, bietet einen grundlegenden Einblick in die Möglichkeiten und Mängel des mythischen Farbverfahrens.
06.02.2015
Nun hat er begonnen, der Wettbewerb und die spannende Erwartung geht langsam in das typische Berlinale-Gefühl über, ein Gefühl das sich vom Mitleid mit den Figuren zu der Hoffnung entwickelt, zwischen den tragischen Filmen auch einmal etwas vom blauen Berliner Himmel zu sehen...
02.02.2015
Am Donnerstag beginnt die 65. Berlinale mit Isabel Coixets »Nobody Wants the Night«. Sabine Horst stellt uns die kommenden Highlights rund um das aktuelle Programm von 441 Filmen des Festivals vor - über Reizthemen wie Religionswahn, Homophobie und Kindesmissbrauch