Prokino

Im Verleih:

Eine Bande jugendlicher Neapolitaner will einen lokalen Mafiaboss entthronen, gerät aber in einen internen Konflikt. Der sich »realistisch« gebende Film »La paranza dei bambini« ist vor allem ein klassisches, wenig originelles Gangsterdrama, das sich zu sehr an den Vorbildern orientiert, von Cagney über Coppola bis Leone
Aufschlussreich dokumentiert das Farmerehepaar Chester seine Erfolge und Rückschläge während der mühsamen Verwandlung einer verdorrten kalifornischen Landschaft in eine blühende Ökofarm: »Unsere große kleine Farm«
Die schwedische Tragikomödie »Britt-Marie war hier« über eine Hausfrau, die sich mit über 60 neu erfindet, überzeugt vor allem durch Hauptdarstellerin Pernilla August, die diesem Frauenporträt stille Exzentrik verleiht
Spannender Politthriller, in dem die Arbeitsprinzipien des deutschen Geheimdienstwesens anhand einer komplexen Fallgeschichte aus der Innensicht veranschaulicht werden. Mit guter Besetzung und routinierter Spannungsdramaturgie ist »Das Ende der Wahrheit«, mit wenigen Abstrichen, ein Beispiel für gelungenes Genre-Kino Made in Germany
Mit seinem untheatralischen Theaterfilm über die fiktive Entstehungsgeschichte des Stücks »Cyrano de Bergerac« gelingt dem Regisseur, Autor und Darsteller Alexis Michalik ein großer Wurf: »Vorhang auf für Cyrano«
In ihrem ersten englischsprachigen Film sympathisiert Haifaa Al-Mansour spürbar mit Mary Shelleys Kampf um Freiheit und Selbstverwirklichung, überlässt es aber weitgehend ihrer Hauptdarstellerin Elle Fanning, dieses Ringen zu vergegenwärtigen
Anhand von Originalaufnahmen von sechs seiner berühmtesten Shows zeichnen Ian Bonhôte und Peter Ettedgui in ihrem Dokumentarfilm »Alexander McQueen« ein teils überwältigendes, teils einfach nur herzzerreißendes Porträt des britischen Modedesigners. Archivmaterial und neue Interviews fügen sich perfekt zusammen und illustrieren, wie McQueen die Welt der Mode revolutioniert hat
Nach Nick Hornbys gleichnamigem Roman »Juliet, Naked« dreht Jesse Peretz eine subtile Komödie, die Fans ernst nimmt und sie gleichermaßen sanft verspottet.
Die schwierige Rückkehr in die Heimat, das Aufbrechen familiärer Konflikte und eine Kindesentführungt: Asgar Fahrhadis in Spanien angesiedelter psychologischer Thriller »Offenes Geheimnis« verknüpft Starkino mit der Beschreibung gesellschaftlicher Verhältnisse
Eine Gerichtsmedizinerin gerät nach einer Liebesnacht in einen höchst mysteriösen Mordfall und kann sich bald nicht mehr sicher sein, was wirklich ist. Mit schwelgerischer Künstlichkeit inszeniert, wirkt der überladene Mysterythriller »Das Geheimnis von Neapel« bald prätentiös. Spannung entwickelt er nur wenig, lediglich Neapel sieht ganz wunderbar aus – ohne sonderlich geheimnisvoll zu sein