Jürgen Vogel

Produzent/in von:

Matthias Glasner (»Der freie Wille«) lässt in seinem neuen Film eine alkoholkranke Kommissarin und einen pädophil veranlagten Totschläger aufeinanderprallen. Das geht trotz eindrucksvoller Kamera nicht nur gut

Als Schauspieler/in:

Böse Gruppenmechanik: Jürgen Vogel als Lehrer, der statt über »Anarchie« zur Lektion über »Autokratie« verdonnert wird und dabei ein Experiment mit unabsehbaren Folgen beginnt
Gerade als Rainer (Jan Josef Liefers) seine alte Band trotz aller Widrigkeiten wiedervereint, erfährt er von seinem unheilbaren Hirnturmor. Philipp Kadelbach verfilmte Frank Goosens Roman »So viel Zeit« als klamaukige Wohlfühlkomödie mit deutscher Starbesetzung
Furiose Zeitreise in die Jungsteinzeit mit Jürgen Vogel als Ötzi auf Rachefeldzug – mit Anleihen beim klassischen Western
Das hochkarätig besetzte und mit vergleichsweise großem Aufwand inszenierte Sterbedrama »Hin und weg« wird dem Thema leider nur in wenigen Momenten gerecht
Bei »Feuchtgebiete« hat es halbwegs geklappt. Das zweite literarische Selfie von Charlotte Roche wirkt im Kino aber nur noch pene­trant, denn Sönke Wortmann bekommt den depressiven Redestrom der Erzählerin nicht in den Griff
In seinem zweiten Spielfilm »Stereo« entfesselt Maximilian Erlenwein zusammen mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu ein labyrinthisches Spiel mit Identitäten, einen finster brütenden Psychotrip, in dem mit dem Helden auch der Zuschauer um existentielle Orientierung ringt
Oskar Roehlers großartige Alptraum- und Sehnsuchtshistorie der BRD, erzählt am Beispiel der eigenen Familiengeschichte. Ein Epos als Serie von schmutzigen, kleinen Filmen, persönlich und artifiziell, poetisch und geschmacklos, komisch und todtraurig zugleich, bis in die kleinsten Rollen hochkarätig und treffend besetzt
Matthias Glasners Drama »Gnade« um ein entfremdetes Ehepaar, das Schuld auf sich lädt und dadurch wieder zusammenfindet, ist eindrucksvoll inszeniert und liefert starke Bilder der norwegischen Landschaft, bleibt auf der psychologischen Ebene aber etwas spekulativ
Nach Wolfgang Murnberger zettelt auch Leander Haußmann mit »Hotel Lux« auf dem Hintergrund von Nationalsozialismus und Stalinismus eine heitere Verwechslungskomödie an, der Bully Herbig lässigen Schwung gibt
»Schwerkraft« ist ein starkes Debüt, das sich blitzschnell aus der Mitte der Gesellschaft an deren Ränder bewegt, ohne dabei ins Taumeln zu geraten. Und dabei trifft Maximilian Erlenwein auch musikalisch den richtigen Ton

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Tipp
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