Alana Haim

Als Schauspieler/in:

Eine spielerisch gemeinte Enthüllung kurz vor der Hochzeit stürzt das vermeintlich glückliche Paar in eine tiefe Krise. Kennt man einander eigentlich wirklich? Und wenn nein, hat das dann noch einen Sinn? Borglis treffend betitelte, prominent besetzte Versuchsanordnung kreist um die Frage, wie viel Wahrheit die Liebe verträgt, und findet dezidiert unromantische Antworten.
Im Neuengland der siebziger Jahre plant ein unbedarfter Familienvater den vermeintlich perfekten Kunstraub und sieht sich mit unangenehmen Konsequenzen konfrontiert. Ebenso stilvolle wie kluge Mischung aus entschleunigtem Krimi und Gesellschaftskritik.
Die Geschichte über bewaffneten Widerstand, rechtsextreme Hintermänner und ein Vater-Tochter-Gespann besticht mit außergewöhnlichen Action-Sequenzen und bemerkenswert viel Humor, einem exzellenten Ensemble rund um Leonardo DiCaprio in Bestform sowie famoser Kameraarbeit samt Ausnahme-Score. Vor allem aber ist der Film ein Plädoyer für die Liebe.
So leicht und lässig, als wäre es ein Film von Richard Linklater, ist das neue Werk des Perfektionisten Paul Thomas Anderson eine Hommage an die eigene Jugendzeit im San Fernando Valley, in den frühen Siebzigerjahren, in denen die Politik immer schmutziger und die Filmwelt und die Liebe verheißungsvoll aufregend war.