After the Hunt

Die Welt einer Philosophieprofessorin gerät ins Wanken, als eine Studentin Übergriffsvorwüfe gegen einen ihrer Professorenkollegen und Freund erhebt. Luca Guadagnino dekliniert in seinem dialogintensiven und formbewussten Thriller die Ambivalenzen eines MeToo-Falls durch und unterläuft dabei Erwartungen.

Ab morgen bin ich mutig

Ein Liebesfilm für Kinder ist im Kino selten. Die Gefühle des zwölfjährigen Karl werden tatsächlich im Bild festgehalten und nicht zerredet. Das ist eine große Leistung.

A House of Dynamite

Kathryn Bigelow zeigt aus verschiedenen Perspektiven, wie Verantwortliche des US-Militärs und Politbetriebs damit umzugehen versuchen, dass sich ein atomarer Sprengkörper dem amerikanischen Festland nähert. Nie zu reißerisch und immer mit genug Blick auf die menschlichen Emotionen hinter der politischen Professionalität. Ein handwerklich wie schauspielerisch erstklassiger Thriller, der in Sachen Spannung dieses Jahr seinesgleichen sucht.

Apple TV+: »Highest 2 Lowest«

Spike Lees freie Neuverfilmung »Highest 2 Lowest« nach einem Kurosawa-Klassiker verlegt die Geschichte eines erpressten Unternehmers nach New York, wirkt in ihrer Angestrengtheit aber forciert und altbacken.

ZDF-Mediathek: »High Stakes«

Pokern für den Lebenstraum: In »High Stakes« schlägt eine junge Astrophysikerin ungewöhnliche Wege ein, um die erste Frau im All mit Kopftuch zu werden.

Amazon: »Das Gift der Seele«

In der Amazon-Serie »Das Gift der Seele« (The Girlfriend) wird ein archaischer Mutter-Schwiegertochter-Konflikt mit klassenkämpferischen Aspekten angereichert – und mit Ungeniertheit toxische Weiblichkeit zur Selbstbehauptung umgedeutet.

Zeiten des Aufruhrs (2008)

Rund zehn Jahre nach seinem Kinodebüt »American Beauty« reflektiert Sam Mendes noch einmal auf verstörende Weise den American Way of Life und rührt mit seiner Verfilmung von Richard Yates gleichnamigem Roman »Revolutionary Road« tief an den Abgründen des Banalen.

Netflix: »House of Guinness«

Die dunkle Seite des Bieres: »House of Guinness« erzählt von der Familiendynastie hinter der berühmten Brauerei.

Film des Monats Oktober: »Das Verschwinden des Josef Mengele«

»Das Verschwinden des Josef Mengele« ist eine filmische Zumutung – darin liegt seine verstörende Stärke. Über zwei Stunden zwingt uns der Film, dem Mann nahe zu kommen, der als »Todesengel von Auschwitz« zu einer Chiffre des Grauens geworden ist.

"Was tut sich?" mit Ali Samadi Ahadi

Am 28.10. spricht Jens Balkenborg im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums mit Ali Samadi Ahadi über »Sieben Tage«.

Seiten

epd Film RSS abonnieren