Tracing Light – Die Magie des Lichts

Thomas Riedelsheimer beschäftigt sich nach Zeit und Raum nun mit dem Licht, bleibt dabei trotz beeindruckender Arbeit an der selbst geführten Kamera konzeptuell aber in vielen ausufernden Verbalien zwischen Kunstprojekten und Wissenschaft stecken.

Rabia – Der verlorene Traum

Eine erschütternde Geschichte um zwei französische Teenagerinnen, die nach Syrien reisen, um sich dem Islamischen Staat anzuschließen. Das brutale und perfide Vorgehen vor Ort wird klug und detailliert gezeigt, die Vergangenheit der Frauen aber nur wenig thematisiert, wodurch der Film einen mit vielen Fragen zurücklässt.

Queer

In seiner Adaption des William-S.-­Burroughs-Romans sucht Luca Guadagnino wahrhaftige Emotion im Artifiziellen und findet berührende Bilder für die Einsamkeit und Sehnsüchte seines Protagonisten.

Putin

Satire über den russischen Machthaber mit KI-generiertem Antlitz, die auf rabiaten Exorzismus setzt statt politischer Analyse. Wenig erhellend und leidlich lustig.

Nosferatu – Der Untote

Atmosphärisch zieht einen Robert Eggers’ Remake von Friedrich Wilhelm Murnaus »Nosferatu – Symphonie des Grauens« unwiderstehlich in seinen Bann. Seine verstörend schönen Bildkompositionen beschwören archaische Ängste herauf. Allerdings erweist sich Eggers’ Frauen- und Weltbild als ähnlich archaisch.

Misty – The Erroll Garner Story

Georges Gachot beschwört mit einer Kaskade historischer Aufnahmen den Rang des legendären Pianisten in der Geschichte des Jazz. In Interviews mit seiner Tochter, die er nie anerkannte, und seiner letzten Lebensgefährtin werden auch Schattenseiten spürbar.

Kundschafter des Friedens 2

»Touristen aller Länder, vereinigt Euch«: Vier ehemalige Ost-Agenten kommen auf Kuba einer Verschwörung auf die Spur. Robert Thalheim hat die Fortsetzung mit Witz und Charme und einer gehörigen Portion Ostalgie in Szene gesetzt.

Kneecap

Die zum Teil erfundene Geschichte einer echten nordirischen, gälischsprachigen Rapband im Spielfilmformat hat einen ernsten Hintergrund. Der Kampf um die Anerkennung der irischen Sprache in Nordirland konnte erst mit dem Brexit wirklich erfolgreich geführt werden.

Jupiter

Die junge Schauspielerin Mariella Aumann trägt einen Film, der aus der Perspektive eines Teenagers vom Konflikt zwischen nüchterner Rationalität und sektenhaften Glücksversprechen erzählt.

Der Graf von Monte Christo

Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte injizieren frisches Blut in das schon unzählige Male verfilmte Epos um Liebe, Missgunst, Eifersucht und Rache, und Pierre Niney bringt den Titelhelden zwischen jugendlichem Elan und verbittertem Rachedurst zum Schillern.

Seiten

epd Film RSS abonnieren