L'état et moi (2022)

150 Jahre nach der Niederschlagung der Pariser Commune erwacht der Komponist und damalige Communarde Hans List im Berlin des Jahres 2021 wieder zum Leben. Und das ist nur eine unter vielen wunderbar komischen Absurditäten, mit denen Max Linz in seiner anarchischen Slapstickkomödie eine Verbindungslinie von der autoritären Vergangenheit in die deutsche Gegenwart zieht.

The Alto Knights

Barry Levinsons Mafia-Geschichte ist ent­täuschend öde, woran auch Robert De Niro in einer Doppelrolle nichts ändern kann.

Film des Monats April: »Quiet Life«

Eindrückliches Drama um eine in Schweden Asyl suchende russische Familie, die menschenunwürdig behandelt wird, woraufhin ihre Tochter in einen komaähnlichen Zustand verfällt. Ein aufwühlender Film.
Gerhard Midding

Émilie Dequennes Karriere fing rastlos und mit Schmerzen an: dem Bauchweh, das Rosetta mit dem warmen Luftstrahl ihres Haartrockners zu betäuben versucht. Wortlos legt sie sich auf ihr schmales Bett und wartet selbstverloren ab, bis es allmählich nachlässt. Der Film weiht uns nicht ein, woher die Schmerzen kommen – es könnten ihre Regelblutungen sein –; er ist verschlossen, setzt nur auf die Evidenz der Situationen. Aber er lässt erahnen, dass in Rosettas Welt sonst kein Platz ist für Wärme. Ihr Leben ist ein unaufhörlicher Krieg.

arte-Mediathek: »Unschuldig – Mr. Bates gegen die Post«

Regierung unter Zugzwang: »Unschuldig – Mr. Bates gegen die Post« ist ein gutes Beispiel für ein intervenierendes Tatsachendrama.

ZDF-Mediathek: »Die Affäre Cum-Ex«

Mit Witz und guten Darstellern fächert Jan Schomburgs achtteilige Serie »Die Affäre Cum-Ex« die perfide Betrugsmasche auf, bei der eine Reihe von europäischen Staaten um Milliardenbeträge geprellt wurde.

"Was tut sich?" mit Tim Fehlbaum und Moritz Binder

Es ist sein dritter Spielfilm und er war schon für den Oscar nominiert: »September 5« über das Olympiaattentat 1972. Im Filmmuseum sind Regisseur Tim Fehlbaum und Drehbuchautor Moritz Binder am Fr., den 25.4. zu Gast.
Gerhard Midding

Es lässt sich nicht genau sagen, welchem Genre »Possession« von Andrzej Zulawski angehört, der nun als Wiederaufführung anläuft. Im Kern verhandelt er eine Ehekrise, schwenkt bald massiv zum Horrorfilm hinüber, mündet in ein Gangsterfilmfinale (das aber eher dem Liebestod aus »Duell in der Sonne« ähnelt), um schließlich mit apokalyptischem Raunen einen Neuanfang anzustimmen. Ein Doppelgängerfilm ist er nebenbei auch und hört währenddessen nie auf, ein bizarrer Mauerstadtfilm zu sein. 

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