Barbara Schweizerhof

Die Erfolgsbilanz für deutsches Kino in Cannes ist kurz und größtenteils lange her. Zum vorerst letzten Mal war es lediglich Fatih Akin gelungen, ein bisschen Palmen-Glanz von der Croisette nach Deutschland zu holen: 2017 wurde Diane Kruger als Hauptdarstellerin seines »Aus dem Nichts« geehrt; es war gleichzeitig das letzte Mal, dass überhaupt eine deutsche Regiearbeit im Rennen um die Goldene Palme vertreten war.

Gerhard Midding

Bei »Resurrection«, dem die Jury in Cannes am Samstag einen Spezialpreis verlieh, scheint es sich um eine Dystopie zu handeln. Bi Gans Film spielt in einer Welt, in der niemand mehr träumen soll. Die Menschheit hat entdeckt, dass der Verzicht aufs Träumen die Lebenserwartung erhöht.

DVD-Tipp: »Handling the Undead« (2024)

Die lebenden Toten: »Handling the Undead«, der ungewöhnlichste ­Horrorfilm der letzten ­Jahre.

Amazon: »Étoile«

Mit »Étoile« erweist Serienschöpferin Amy Sherman-Palladino ein weiteres Mal der Welt des Balletts Referenz. Die Serie spielt unter Weltstars aus Paris und New York und bleibt doch fest dem Sherman-Palladino-Land verhaftet.

Amazon: »Überkompensation«

In »Überkompensation« stolpert der überangepasste Collegestudent Benny durch die Turbulenzen des Campuslebens und natürlich immer wieder über die eigenen verdrängten Gefühle.

Netflix: »The Four Seasons«

Tina Feys Serien-Remake von Alan Aldas »The Four Seasons« ringt dem Midlifekrisen-Thema trotz breiter Comedy auch größere Tiefe ab.

Apple TV+: »Murderbot«

In »Murderbot« spielt Alexander Skarsgard eine KI, die sich selbst gehackt hat und durch Bingewatching zum Menschenfreund wird.

Netflix: »Eternauta«

Der Sechsteiler »Eternauta« nach einem argentinischen Kultcomic wurde zum Überraschungshit auf Netflix. Er entwirft ein etwas anderes Untergangsszenario als die üblichen Apokalypsenfilme.
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Die Plansequenz sei eines der »virtuosesten Stil- und Erzählmittel des Films«, heißt es zur neuen Ausstellung des Filmmuseums in Frankfurt.

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