Copa 71

Mit dieser furiosen Dokumentation erinnern Rachel Ramsay und James Erskine an ein Megaevent des Frauenfußballs, das aus den Geschichtsbüchern ausradiert wurde.

Chaos und Stille

Ungewöhnliches Gesellschaftsdrama über eine Frau, die sich dem Lärm der Gesellschaft entzieht. Nicht restlos überzeugend und doch sinnlich fesselnd.

Black Tea

Migrations- und Fluchtbewegungen mal nicht in Richtung Westen und nicht aus ökonomischer oder kriegsbedingter Not. In der Emanzipationsgeschichte einer jungen Afrikanerin träumt Abderrahmane Sissako von versöhnlicher Begegnung und kulturellem Austausch.

Die Barbaren – Willkommen in der Bretagne

Statt der gewünschten ukrainischen Flüchtlingsfamilie kommt eine syrische in ein bretonisches Dorf, was Konflikte nach sich zieht, die leider arg konstruiert wirken: In ihrer satirischen Komödie über Fremdenfeindlichkeit verstolpert sich Julie Delpy zwischen Komik und Drama.

Akiko – Der fliegende Affe

Kinderfilmkomödie: wie das Äffchen Akiko seine Artgenossen aus dem Zoo befreit. Veit Helmer inszenierte mit vielen Einfällen eine ungewöhnliche Heldenreise, die Kinder auch überfordern könnte.

Spielerinnen

Im vierten Teil ihrer über dreißig Jahre sich erstreckenden Langzeitbeobachtung, zeigt Aysun Bademsoy, dass die Töchter der Fußballerinnen mit der erkämpften Freiheit der Mütter offenbar nichts anzufangen wissen.

On Swift Horses

Daniel Minahans Film erzählt in stimmigem Fifties-Flair die feinen Schwingungen einer Emanzipationsgeschichte, die sich in kleinen Fluchten raus aus der Enge entwickelt.

Fritz Litzmann, mein Vater und ich

Um die Geschichte seines Vaters, des Kabarettisten Rainer Pause, zu erzählen, wird Aljoscha Pause nicht nur entwaffnend persönlich, sondern blättert auch die Geschichte des linken Widerstands in der jungen BRD auf.

Die Vorkosterinnen

Aus diesem Film hätte mehr werden können: Silvio Soldini beschreibt aus der Perspektive von sieben Frauen, die Hitlers vegetarisches Essen vorkosten müssen, den Vorhof der NS-Macht, verheddert sich aber in Stereotypen und Kolportage.

Blindgänger

Kerstin Polte spürt universelle Themen wie Liebe, Familie, Krieg und Trauma in den kleinen, zwischenmenschlichen Dramen auf. Ihr Ensemblefilm glänzt mit starker Bildgestaltung sowie einer diversen und gelungenen Besetzung.

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