Der phönizische Meisterstreich

Ein zwielichtiger Geschäftsmann will sein Lebensprojekt vollenden – Wes Anderson entwirft eine kurzweilige Fabel über Moral und mischt in seinen verspielten Humor eine ungewohnt makabre Note.

One to One: John & Yoko

Kevin McDonald verbindet in seinem Dokumentarfilm die 18 Monate, in denen John Lennon und Yoko Ono 1971–1972 im Greenwich Village wohnten, mit dem politisch-kulturellen Kontext dieser Zeit. Das nachgebaute Apartment, in dem sie endlos vor dem Fernseher saßen, erweist sich als gelungener Kunstgriff, die polarisierte Ära als Bilderflut erfahrbar zu machen.

Monster Summer

Liebenswürdiger Film für Kinder und Begleitpersonal, der auf Märchenmuster rekurriert, um seine Mut machende Botschaft zu verbreiten: Selbst wer auf den ersten Blick nicht wie ein Held aussieht, kann die böse Hexe besiegen und vertreiben.

Der letzte Takt

Sigurjón Kjartansson vereint in seinem Film Künstlerkomödie, Beziehungskammerspiel und MeToo-Drama. Das funktioniert dank eines Ensembles, das den richtigen Ton trifft.

Der Helsinki Effekt

Arthur Francks Doku über die KSZE-Schlusskonferenz 1975 ist ein Meisterwerk der unkonventionell-unterhaltsamen Vermittlung politischer und historischer Zusammenhänge.

Guns Up

Gewalt als Lösung für alle problematischen Lebenslagen propagiert dieser uninspiriert in Szene gesetzte Killerfilm.

Loyal Friend

Das neue Werk von Scott McGehee und David Siegel ist ein stark gespielter, bittersüßer Film über Trauer, Freundschaft und mehr.

Freaky Tales

Spielerische Fingerübung nach dem Riesenprojekt »Captain Marvel«: Anna Boden und Ryan Fleck reihen vier unterschiedliche Geschichten aneinander, die erst zum Finale miteinander verknüpft werden und insgesamt eine durchaus blutige Mischung aus Action und Komödie ergeben. Das macht durch ein prominentes Ensemble und vielen 80er-Jahre-Referenzen durchaus Spaß.

Diva Futura

Pietro Castellitto spielt Riccardo Schicchi, der als Inhaber einer Castingagentur den italienischen Erotikmarkt befeuerte, mit Stars wie Cicciolina und Moana Pozzi. Gutmütiger Blick auf die Pornobranche in einer Zeit vor den Hardcore-Exzessen des Internets.

Das Fest geht weiter!

Robert Guédiguian versammelt seine vertraute Filmfamilie, um mit ihr seine bewährten Themen zu verhandeln: die armenischen Wurzeln, Solidarität, Engagement. Erstaunlich, dass dies noch immer ohne Schleifspuren der Routine gelingt!

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