Im Prinzip Familie

Ein fast zärtlich beobachtender Dokumentarfilm, der in der Tradition von »Herr Bachmann und seine Klasse« für die Kraft verantwortungsvoller Pädagogik plädiert.

Trotz alledem

Mit ruhigem Blick gefilmte Momentaufnahmen weiblicher Solidarität in einer von Konflikten gebeutelten Weltregion.

Die Bonnards – malen und lieben

Das Drama über den Maler Bonnard und seine Muse Marthe konzentriert sich auf die mysteriöse Frau und ist trotz thesenhafter Momente ein buchstäblich malerischer Film.

Zikaden

Behutsames, stilvolles Porträt von zwei Frauen aus sehr unterschiedlichen Lebenswelten in der brandenburgischen Provinz mit einer gewohnt fantastischen Nina Hoss und einer ebenso überzeugenden Saskia Rosendahl in den zwei Hauptrollen.

Yurt

Nehir Tunas Langfilmdebüt ist eine Coming-of-Age-Geschichte. Eingekeilt zwischen islamischem Wohnheim und republikanischer Schule, sehnt der 14-jährige Ahmet sich nach mehr. Durch die steifen Schwarz-Weiß-Bilder pocht das blühende Leben hindurch.

Wilhelm Tell

Friedrich Schillers Drama »Wilhelm Tell« hat Nick Hamm zu einem Film inspiriert, der als Schlachtengemälde funktioniert. Die Charaktere hingegen entwickeln sich so vorhersehbar wie die immer wieder in Gewalt mündende Handlung.

The Wedding Banquet

32 Jahre nach Ang Lee gelingt Andrew Ahn ein zeitgemäßes Update, das die größere gesellschaftliche Akzeptanz für queere Menschen in den USA für ganz neue Komplikationen zu nutzen weiß.

The Ugly Stepsister

Subversiv verlagert der norwegische Film die Perspektive vom edlen Aschenbrödel auf die »hässliche Stiefschwester« und verwandelt das Märchen vom Aschenbrödel in einen feministischen Body-Horror-Trip.

Typisch Emil

Die Chance, Emil Steinberger für ein jüngeres Publikum interessant zu machen, nutzt die Dokumentation leider nicht, sie verlässt sich auf Emils ikonischen Status und rollt dessen Karriere chronologisch auf. Das kann man sich gut ansehen, weil Emil so sympathisch herüberkommt.

Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen

Der Film konzentriert sich auf eine heroische Anekdote, in der der Schriftsteller als Postflieger einen in den Anden verschollenen Freund retten will. Die verbürgte Episode wird märchenhaft ausgemalt, die naiven digitalen Effekte jedoch korrumpieren die Glaubhaftigkeit der Erzählung nachhaltig.

Seiten

epd Film RSS abonnieren