Kritik zu Gespensterjäger

© Warner Bros.

Leinwandadaption der gleichnamigen Romanreihe von Cornelia Funke: Ein als Angsthase verschriener Elfjähriger, eine entlassene Gespensterjägerin und ein kleines grünes Glibbergespenst raufen sich zusammen, um die Erde zu retten

Bewertung: 2
Leserbewertung
3
3 (Stimmen: 2)

Der elfjährige Tom ist als Angsthase verschrien und wird deshalb besonders von seiner fiesen großen Schwester Lola permanent getriezt. Umso überraschter sind die verständnisvollen Eltern, als er einwilligt, an Lolas Stelle in den Keller hinunterzugehen und eine Flasche zu holen. Im Keller allerdings begegnet Tom einem grünen Gespenst, das jedoch von der Begegnung ähnlich erschrocken ist wie er selbst. Hugo stellt sich glücklicherweise heraus als »MUG«, als nur »mittelmäßig unheimliches Gespenst«, das schließlich sogar zur Hilfe wird im Kampf gegen das »UEG«, das »urzeitliche Eiszeit-Gespenst«, das die Welt mit einer neuen Eiszeit zu überziehen droht. Unterstützung bekommen die beiden bei ihrer Mission von Hedwig Kümmelsaft, einer professionellen Gespensterjägerin, die gerade nach 23 Jahren wegen mangelnder Erfolgsquote ihre Anstellung beim »CGI«, dem »Centralen Gespensterjäger Institut«, verloren hat.

Man nehme Ghostbusters und Men in Black, das Frühwerk einer beliebten und erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchautorin, von der schon andere Vorlagen verfilmt wurden, eine Handvoll deutscher Comedians und einen nicht untalentierten britischen Nachwuchsdarsteller und macht daraus – im Glauben an eine universale Verkäuflichkeit – in englischer Sprache gedrehtes, CGI-gesättigtes Family Entertainment. Man verfährt also nach dem Baukastensystem (Regie: Tobi Baumann, Vollidiot) und lässt dabei so einiges außer Acht, nämlich vernünftige Dialoge und die Lippensynchronität in der deutschen Fassung, auch das Drehbuch (für das im Nachspann sechs Autoren genannt werden) zeichnet sich nicht gerade durch Einfallsreichtum aus.

Natürlich ist die Szene im Hauptquartier des Zentralen Gespensterjäger Instituts (das auch in der deutschen Fassung englisch als »CGI« abgekürzt und ausgesprochen wird), in der die verschiedensten Monster kurz die Gänge bevölkern, nicht geklaut aus der Men in Black-Filmreihe, sondern eine »Hommage«. Nicht originell, aber immerhin amüsant ist, dass das (auch hier unterirdische) Hauptquartier der Organisation sich als Fast-Food-Restaurant tarnt. Auch die langsame Annäherung zwischen Anke Engelke als verbitterter und vereinsamt-altgedienter Gespensterjägerin und dem Jungen Tom sowie dem Gespenst Hugo hat einige durchaus emotionale Momente, während die beiden Elternrollen (Christian Ulmen und Julia Koschitz) nur wenig entwickelt sind und Karoline Herfurth als Leiterin des CGI, stets kränkelnd und deshalb von ihrer besorgten Mutter fortwährend mit Anrufen belästigt, wirkt, als würde sie sich in einer Tour fragen, worauf sie sich da nur eingelassen hat.

Schade, dass Christian Tramitz (der auch als einer der Drehbuchautoren im Abspann genannt ist) bloß eine Nebenrolle spielt. Sein wie immer lakonisches Unterspielen bietet einen schönen Kontrast zu der Aufgeregtheit, die den Film mit seinen CGI-Effekten und dem stets quasselnden grünen Glibber (Stimme: Bastian Pastewka) insgesamt kennzeichnet und auf die Dauer schwer erträglich macht.

Meinung zum Thema

Kommentare

Das Deutschland noch immer versucht mit Mist Geld zu machen verwundert mich nicht nach Bauer sucht Frau und Newtopia aber was mich wundert ist wie manche leute immer noch versuchen Kinderbücher zu verfilmen.

Es hat bei Harry Potter geklappt also wieso nicht auch hier? Ganz einfach weil Europa nicht Hollywood ist. Ich habe bisher nur Werbung von dem Film gesehen und kriege jetzt schon das kotzen von dem üblichen platten Deutschen Humor. Dann noch die überaus dämlich aussehenden Screenshots die ich hier sehen muss. Die Deutschen sollten bei ihren Liebesdramen und überdramatischen Krimiserien bleiben, die auch nicht besser sind als der mist hier. Aber zumindest sind sie darin gut.

Deutsche Filme haben sich von damals nicht verändert. Sie sind billig und kaum sehenswert. Mit dem Unterschied das es damals verständlich war das sie so aussahen. Eigentlich waren die damaligen Sendungen und Filme sogar noch sehenswert und lustig. Leider ist aber das das einzige was sich bis heute geändert hat. Es gibt einen gewissen Standart bei Filmen. Und dieser ist professionelle Regie die ich nur bei zwei Deutschen Regiesseuren sehen kann. Und dies sind Til Schweiger und Bully Herbig. Diese beiden haben es geschafft ihren Film gut aussehen zu lassen obwohl bei den Filmen von Bully dennoch der Humor im vordergrund stand.

TLDR: Die Deutschen Filme sind ein Witz. Würden die Deutschen sich nur etwas bemühen würden die Filme so einschlagen wie Stirb Langsam und andere Filme weltweit.

Ihre Meinung ist gefragt, Schreiben Sie uns