Seth Turner

Production Designer/in von:

Aus einer einfachen Prämisse entwickelt Kai Stänicke in seinem Langfilmdebüt eine sperrige Parabel über Identität und Zugehörigkeit. Der Film erklärt am Ende etwas zu viel, überzeugt aber durch seine formale Strenge, starke Besetzung und präzise Atmosphäre.
Eine zugleich einfache und tiefgründige Geschichte von einem Jungen, der sich seinen Reim machen muss, auf die Widersprüche im Deutschland vor und nach der Kapitulation. Und eine Liebeserklärung von Fatih Akin an seinen Freund, Mentor, Co-Autor Hark Bohm, um dessen Kindheit es hier geht.
Ein angehender Schriftsteller wird im Haus seines großen Idols in ein düsteres Familiendrama hineingezogen – sehr gut gespielt und atmosphärisch inszeniert, mangelt es dem Film an interessanten Figuren und einer schlüssigen Dramaturgie.
In einer eigenwilligen, fordernden Dokumentation lässt Carolin Schmitz acht Frauen von ihrem Muttersein berichten, verkörpert werden sie alle von Anke Engelke. Das ist faszinierend und verwirrend zugleich und wird der Komplexität doch nicht gerecht.
Nach »Salami Aleikum« gelingt Ali Samadi Ahadi mit »45 Minuten bis Ramallah« wieder eine respektlose Culture-Clash-Komödie mit Knalleffekt