Filmkritiken
Woche vom 18.02.2026
Stephan Komandarevs filmischer Blick auf den Ausbruch der Pandemie in Bulgarien zeigt das toxische Wirken postsozialistischer Seilschaften.
Der preisgekrönte Sozialthriller über einen afrikanischen sans-papiers, der als Essensauslieferer in Paris arbeitet und auf politisches Asyl hofft, besticht sowohl als dokumentarische Betrachtung der Schattenwirtschaft des Fahrradkuriergeschäfts und als berührendes Charakterporträt.
Das Regiedebüt des Drehbuchautoren Bryan Fuller ist ein überbordend prächtig ausgestatteter und vor visuellen Ideen nur so strotzender Genre-Hybrid, der Kinderfantasie und Horroralptraum mit Tim Burton-Morbidität, Wes Anderson-Phantasie, Anders Thomas Jensen-Absurdität und Stephen Spielberg-Nostalgie verschmilzt.
Emma Thompsons erster Actionfilm beginnt als spannender Survivalthriller, verzettelt sich aber in seinen Ambitionen, aus der Geschichte ein Charakterdrama zu machen. Am Ende ist rein gar nichts mehr glaubwürdig. Immerhin: Thompson schlägt sich prima.
Poetisch und voller filmischer und literarischer Reflexionen erzählte Tragikomödie über Einsamkeit, die Magie der Poesie und das menschliche Miteinander voller eigenwilliger Charaktere. Mit einem herausragenden Cast.
Formal präziser, atmosphärisch beklemmender Film, der die Mechanismen stalinistischer Macht erfahrbar macht, auch wenn seine Figuren teils schematisch bleiben. Basierend auf einer Geschichte des Gulag-Überlebenden Georgi Demidow, entfaltet Sergej Loznitsas Inszenierung eine starke Sogwirkung.


