Philipp Worm
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Markus Schleinzer entfaltet das vielschichtige Drama einer Frau, die sich für kurze Zeit Freiheiten erschwindelt, die im 17. Jahrhundert nur Männern zugestanden werden. In der Titelrolle kann man erneut erleben, wie Sandra Hüller ein existenzielles Geheimnis wahrt. Ein Film, der en passant sehr gegenwärtige Debatten kommentiert.
Narzisstische Millennium-Menschen, die um sich selbst kreisen und ihre eigentlich perfekte Fernbeziehung an die Wand fahren: Anna Rollers Verfilmung ruft ähnliche Irritationen hervor wie der Roman von Leif Randt, ist damit aber als dessen Umsetzung gelungen.
Ist er es oder ist er es nicht? Rund 70 Jahre nach Erscheinen von Max Frischs Roman hat Stefan Haupt einen faszinierenden Weg gefunden, dem literarischen Vexierspiel der Identitäten eine visuelle Entsprechung zu geben, indem er die Titelrolle zwischen Albrecht Schuch und Sven Schelker aufsplittet.
Ein Teenager kann plötzlich alles sehen und hören, was ihre Eltern tun und sagen. Ein irrwitziges Gedankenspiel über Privatsphäre und die Grenzen der Erziehung, leider durchweht von einem kalten Haneke-Wind.
Nach Marie Kreutzer in »Corsage« entwirft nun auch Frauke Finsterwalder in »Sisi & Ich« eine Art Anti-Sissi, zeigt nicht die junge Kaiserin, sondern die alternde, und hinter dem historischen K+K-Märchenflor die sehr aktuelle Realität einer Frau, die sich gegen gesellschaftlichen und höfischen Druck auflehnt.
In ihrem autobiografisch motivierten Film gelingt Jessica Krummacher ein kunstvoll unpoetisches Sterbedrama ohne melodramatische Überhöhung.
Stefan-Zweig-Verfilmung mit Oliver Masucci und Albrecht Schuch, die sich auf die Innenperspektive eines von den Nazis inhaftierten Notars konzentriert
Spannender Politthriller, in dem die Arbeitsprinzipien des deutschen Geheimdienstwesens anhand einer komplexen Fallgeschichte aus der Innensicht veranschaulicht werden. Mit guter Besetzung und routinierter Spannungsdramaturgie ist »Das Ende der Wahrheit«, mit wenigen Abstrichen, ein Beispiel für gelungenes Genre-Kino Made in Germany
Ein wohltuend zurückhaltender Familienfilm über das Sterben, mit einer 12-jährigen Heldin und ihren Ticks, ihrer todkranken Schwester und dem Vater, der sich als Sterbebegleiter engagiert. Feiner Humor, großartiges Ensemble: »Glück ist was für Weicheier«
Szenen aus dem Kleingarten der 70er Jahre: »Sommerhäuser« ist ein flirrend heißer Sommerfilm, in dem Aktionen und Emotionen verlangsamt werden, bis es zur Katastrophe kommt
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Tipp
Am 16.11. spricht Ulrich Sonnenschein im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt mit Produzent Philipp Worm über dessen Film "Wir waren Könige"






