Martin Hampel

Produzent/in von:

Wer war zuerst da, Henne oder Ei? Wie unabdingbar beides, nein, alles miteinander zusammenhängt, verdeutlicht dieser liebenswerte Film am Beispiel einer Henne, die ein Ei ausbrüten will. Und wer da stört – es ist wie immer der Mensch –, bekommt am Ende die Quittung.
Auf konventionelle Weise wirkungsvolles Drama, das 60 Jahre palästinensischer Fluchterfahrung durch die Perspektive einer Familie filtert – und unterm Strich ein merkwürdig apolitisches, einseitiges Geschichtsbild entwirft.
Fünf Unbekannte teilen sich in dieser Dramödie eine Mitfahrgelegenheit von Berlin nach Paris und erweisen sich dabei mit all ihren Befindlichkeiten und handfesten Problemen als Mikrokosmos Europas. Etwas konstruiert wirkendes Roadmovie, das an Fahrt gewinnt.
Die hochemotionale und kunstvoll inszenierte Dokufiktion will die Traumata einer tunesischen Mutter und ihrer vier Töchter ergründen, die in den Generationen weitergegeben werden.
Über mehr als zwei Jahrzehnte erzählt die israelisch-französische Regisseurin Michale Boganim vor dem Hintergrund des Israel-Libanon-Konflikts von dem Schicksal zweier Familien von beiden Seiten der Grenze – kraftvoll, voller Poesie und sehr berührend.
Mit feiner Ironie zeichnet Maha Haj das Bild einer gespaltenen Gesellschaft in Israel und männlicher Befindlichkeiten, ohne sie politisch, religiös oder gesellschaftskritisch zu überladen. Ein nachdenklicher wie oft sehr komischer Film.
Erschütterndes Augenzeugendokument der ersten Wochen des russischen Angriffskriegs aus der ukrainischen Hafenstadt ­Mariupol, das statt Kampfszenen das zermürbende Ausharren der Bewohner zeigt.
Der bewusste Verzicht auf den moralischen Zeigefinger zugunsten von Zwischentönen und eine wohldosierte Prise Humor machen Kaouther Ben Hanias Film zu einer gelungenen Satire, die von einem herrlich widerborstigen Helden getragen wird.
Daphne Charizani verbindet Migrationsdrama und Antikriegsfilm zu einer Heldinnengeschichte. Ein weitestgehend leises Drama, in dem sich Welten berühren
Mit seinen kunstvoll arrangierten cineastischen Tableaus spiegelt der Palästinenser Elia Suleiman den Nahostkonflikt mit dem Weltgeschehen ineinander: »Vom Gießen des Zitronenbaums«